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Hundeangriff auf Äthiopierin in Gorbitz - Tatverdächtige ermittelt

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Nach dem Angriff mit einem Hund auf eine Äthiopierin in Dresden-Gorbitz sind zwei Verdächtige ermittelt worden. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, sind am Montag die 23-jährige Hundehalterin und ihr 32-jähriger Begleiter ermittelt und festgenommen worden. Die Hundehalterin muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten, der Mann wegen Beleidigung. Die Frau habe sich zu den Vorwürfen geäußert, Gründe für den Erlass eines Haftbefehls lagen nicht vor. Sie wurden freigelassen. Der Mann äußerte sich nicht. Der Hund wurde beschlagnahmt und ins Tierheim gebracht. Die Polizei sucht weiter Zeugen, um den genauen Tathergang aufzuklären.

Unvermittelter Angriff an Straßenbahnhalltestelle

Eine Frau aus Äthiopien war am 9. Januar an der Straßenbahnhaltestelle Merianplatz gegen 16:00 Uhr zunächst beschimpft worden. Die Äthiopierin versuchte zu flüchten, der Hund rannte der Frau nach, die Frau stürzte zu Boden. Als Passanten einschritten, wurde der Hund zurückgerufen. Die Frau erlitt einen Schock und wurde bei dem Angriff leicht verletzt. Bundesweit wurde über den Angriff berichtet. In der Pressemitteilung vom 09. Januar vom Landeskriminalamt war damals die Rede davon, dass der Hund abgeleint und losgelassen wurde. Diese Formulierung wählte die Staatsanwaltschaft nach dem aktuellen Ermittlungsstand nicht mehr. Die Ermittler sprechen allgemein davon, dass die Beschuldigten verdächtigt werden, gegen die Äthiopierin vorgegangen zu sein und sie verletzt zu haben. Da es in dem Fall noch offene Fragen gibt, dauern die Ermittlungen weiter an. Es werden weitere Zeugen gesucht und vernommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

(Redaktioneller Hinweis: Artikel wurde nach Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft aktualisiert.)