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Horch-Museum zeigt jetzt auch ausführlich die Sachsenring-Geschichte

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Noch mehr Automobilgeschichte erleben Besucher des August-Horch-Museums. Ab Freitag hat die erweiterte Ausstellung geöffnet. Auf einer Fläche so groß wie ein halbes Fußballfeld werden 70 große Exponate gezeigt, darunter Rennwagen der Auto Union, aber vor allem Fahrzeuge der Sachsenring-Produktion - und damit auch die verschiedenen Trabant-Modelle.

Ausgestellt ist auch die einzig erhaltene Fertigungsanlage für Duroplast, aus dem die Trabi-Karosse hergestellt wurde. Filme nehmen den Besucher mit in die Vergangenheit. Zudem kann man in einen Trabi-Fahrsimulator einsteigen. Bis Sonntag kostet der Eintritt ins Museum die Hälfte.

„Es gibt europaweit nur zwei Museen, die Automobilgeschichte an einem authentischen Ort zeigen“, sagte Museumschef Thomas Stebich vor der Eröffnung am Donnerstagabend. Vor der „Pappe“ fertigte im heutigen Museum zudem der Autobauer Audi, der 1909 in Zwickau von August Horch gegründet wurde.

Mit der Einweihung des Erweiterungsbaus verdoppelt sich die Ausstellungsfläche des Museums auf rund 6.500 Quadratmeter. Insgesamt stehen 150 Großexponate für 113 Jahre Automobilgeschichte.

Baubeginn war 2013, die Fertigstellung ursprünglich für 2014 geplant. Eine schlechte Bausubstanz, Probleme mit der Statik und dem Dach verzögerten das Projekt mehrfach. Zwei Drittel der Kosten von 14,3 Millionen Euro trägt der Autobauer Audi. Die übrigen Gelder stammen aus Fördertöpfen von Bund und Land sowie Eigenmitteln des Museums, das jährlich rund 75.000 Besucher anzieht. (mit dpa)

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Museumsdirektor Thomas Stebich