- Landrat Udo Witschas, Mitglied des Bundestages Torsten Herbst, Bürgermeister Sven Gabriel, Oberbürgermeister Octavian Ursu, Landrat Dr. Stephan Meyer und Oberbürgermeister Karsten Vogt (v.l.n.r.) beim Termin im Bundesverkehrsmimisterium.
Hoffnung für Ausbau der A4 in Ostsachsen
Der Ausbau der A4 zwischen Dresden und Görlitz ist noch nicht vom Tisch. Oberlausitzer Bürgermeister und Landräte verständigten sich heute auf einem Termin im Bundesverkehrsministerium auf weitere Schritte, um den Ausbaustopp abzuwenden. Wie uns der Bautzener OB Karsten Vogt sagte, solle noch in diesem Jahr eine neue Verkehrsprognose erhoben werden, um die Belastung des Abschnitts darzulegen.
„Es gibt Hoffnung für den Ausbau. Die bisherigen Daten bilden die Realität nicht ab. Wir haben Veränderungen zum Beispiel durch den Ukraine-Konflikt und das müsse beachtet werden.“, erklärte das Stadtoberhaupt.
An dem Termin teilgenommen haben neben dem Bautzener OB auch die beiden Oberlausitzer Landräte und Bürgermeister in der Region. In einem Gespräch mit Staatssekretär Oliver Luksic und Referatsleiter Frank Süsser haben die Politiker ihre Argumente für den Ausbau der Autobahn vorgebracht. „Es war ein konstruktives Gespräch, allerdings ist von allen Beteiligten noch viel Arbeit zu leisten, um eine Entlastung der Verkehrsbelastung zu realisieren.“, schätzte Vogt ein. Bis zum Jahresende wolle man dann erneut in Berlin zusammenkommen, um die nächsten Schritte abzustimmen.
Der Bautzener Landrat Udo Witschas sieht im Ausbau der A4 eine Investition in die Zukunft. „Dies könne man nicht mit dem Ist-Zustand vergleichen, man müsse hier vorwärtsplanen. Die Menschen in der Oberlausitz und gerade jungen Frauen und Männer brauchen eine Zukunftsperspektive. Links und rechts der Autobahn findet zudem der Strukturwandel statt und dieser Wandel braucht zwingend auch eine verlässliche Infrastruktur.“
Anfang März hatten über 60 Bürgermeister der Oberlausitz in einem Brief an Bundesverkehrsminister Wissing die Wiederaufnahme der Planungen für den sechsspurigen Ausbau gefordert. Der Bund hatte das Vorhaben gestoppt. Er begründete die Entscheidung damit, dass der Autobahnabschnitt zwischen Dresden und Görlitz nicht stark genug frequentiert ist.

