Hochwasserschutz in der Dresdner Altstadt wird verstärkt
Die Dresdner Altstadt bekommt einen noch besseren Schutz vor Elbhochwasser. An der Brühlschen Terrasse haben die Bauarbeiten für eine zusätzliche, zweite Schutzebene begonnen. Die Landestalsperrenverwaltung investiert in die redundanten Barrieren, um historische Bauten und Passanten im Ernstfall doppelt abzusichern.
Vollsperrung in der Brühlschen Gasse bis November
Seit September laufen die Arbeiten im Torbogen der Brühlschen Gasse. Dort wird eine Verankerung für einen mobilen Hochwasserverschluss eingebaut. Um das knapp drei Meter hohe Schutzbauwerk im Hochwasserfall sicher verankern zu können, entstehen derzeit spezielle Fundamente und Seitenwiderlager. Die Arbeiten kosten rund 215.000 Euro und werden vom Freistaat Sachsen finanziert. Für die Bauarbeiten ist die Brühlsche Gasse voll gesperrt; eine Umleitung über die Frauenkirche ist ausgeschildert. Die Fertigstellung ist für den 6. November geplant.
Zweite Etappe in der Münzgasse ab Frühjahr 2027
Nach dem Abschluss der Maßnahme in der Brühlschen Gasse folgt das nächste Teilprojekt: Im Torbogen der Münzgasse entsteht ein analoges Bauwerk. Die Arbeiten sind witterungsabhängig und voraussichtlich für den Zeitraum zwischen Februar und Mai 2027 angesetzt. Auch hierfür wird eine Vollsperrung erforderlich sein.
Doppelte Sicherheit für das historische Zentrum
Der bestehende Hochwasserschutz der Dresdner Altstadt wurde zwar bereits 2011 fertiggestellt, neue Risikoanalysen machten jedoch eine Aufrüstung notwendig. Mit der zweiten Schutzebene direkt hinter den ersten Barrieren bleibt der Bereich hinter den Torbögen selbst dann zuverlässig geschützt, falls die erste Ebene versagen sollte. Die Maßnahme wurde eng mit der Denkmalschutzbehörde, dem Umweltamt Dresden, dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) sowie den betroffenen Versorgungsträgern abgestimmt.

