Hochwasser verliert allmählich an Kraft - Neiße-Pegel in Görlitz stagniert auf hohem Niveau
Das Hochwasser in der Lausitz hat bislang keine größeren Schäden angerichtet. Für eine generelle Entwarnung ist es zwar noch zu früh, aber Entspannung ist in Sicht. In den Abend- und Nachtstunden sollen die Regenfälle abklingen. Der Deutsche Wetterdienst hob um 15 Uhr seine Unwetterwarnung für die Landkreise Görlitz und Bautzen auf. Einzelne Flusspegel können noch steigen. Wasser kommt vor allem aus Iser- und Riesengebirge. Kritische Pegel werden aber voraussichtlich nicht erreicht.Die zweithöchste Warnstufe gilt derzeit für die Neiße in Görlitz (Stand 16.15 Uhr). Heute Morgen wurden dort 5,20 Meter erreicht. Zittau meldet fallende Wasserstände. Dort gilt momentan Alarmstufe 2 (Stand 16.15 Uhr). Ein gestern Abend im Landratsamt Görlitz gebildeter Krisenstab wurde am Nachmittag aufgelöst.Beruhigung am Oberlauf der Spree im Kreis Bautzen. Für die Schwarze Elster bestehe derzeit keine unmittelbare Hochwassergefahr. Sachsens Umweltminister Frank Kupfer kündigte bei einem Besuch an der Neiße in Ostritz an, dass der Freistaat bis 2015 insgesamt eine Milliarde Euro in den Hochwasserschutz investieren werde. Ehemalige Tagebaue in der Lausitz sorgen für Hochwasser-Entlastung. Die LMBV hat die Schieber an Schwarzer Elster, Spree und Kleiner Spree gezogen. So können in den Dreiweiberner See bei Lohsa derzeit anderthalb Kubikmeter pro Sekunde Wasser der Kleinen Spree eingeleitet werden. Die Spree wird entlastet durch das Speicherbecken Lohsa II und den Bärwalder See. Wasser der Schwarzen Elster soll in den Geierswalder See eingeleitet werden. Positiver Effekt: Die Flutung des Lausitzer Seenlandes kommt schneller voran.