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Hochhausleitbild: Vier mögliche Gebiete für neue Hochhäuser in Dresden

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In der Stadt könnten möglicherweise in vier Gebieten neue Hochhäuser entstehen. Die Stadt lässt derzeit ein sogenanntes Hochhausleitbild von Städteplanern aus Zürich erarbeiten. Die Stadtplaner sehen zum Beispiel die Gebiete Hauptbahnhof/Fritz-Löffler-Straße und rund um die Nossener Brücke als mögliche Standorte. Ebenfalls neue Hochhäuser könnten im Raum Prohlis/Dobritz und im Gebiet Grunaer Straße/Stübelallee gebaut werden.

Das Konzept soll am Dienstagabend ab 18.00 Uhr mit den Dresdnern im Rathaus diskutiert werden. Ab dem 7. Oktober soll zudem eine Online-Beteiligung starten.

Vermutlich im Februar des nächsten Jahres soll das Hochhausleitbild für Dresden vorliegen. Es muss auch noch vom Stadtrat abgesegnet werden. „Das Leitbild soll einen Beitrag leisten zu mehr Planungssicherheit“, sagte Stefan Szuggat, Leiter des Stadtplanungsamtes.

Die SPD-Stadtratsfraktion begrüßte den am Dienstag vorgestellten Zwischenstand für das Hochhausleitbild. Stadtrat Stefan Engel sagte: „Die Auswahl der Eignungs- und Ausschlussräume geht in die richtige Richtung. Gerade der Elbraum mit seinen vielseitigen Sichtbeziehungen oder die Elbhänge zwischen der Neustadt und Pillnitz haben für Dresden einen unschätzbaren Wert. Die historische Altstadt und dichtbebaute Gründerzeitquartiere müssen natürlich geschützt werden. Dresden sollte aber auch Mut haben. An geeigneten Stellen können Hochhäuser wichtige städtebauliche Akzente setzen. Die Areale rund um die Nossener Brücke, Prohlis/Dobritz oder die Stübelallee könnten dabei Vorreiter sein.

Hier können Sie die ausführliche Info der Stadt zur Veranstaltung am 24. September nachlesen:

Hochhausleitbild für Dresden
Dialogveranstaltung am 24. September thematisiert Ausschluss- und Eignungsräume


Am Dienstag, 24. September 2019, haben Dresdnerinnen und Dresdner wieder die Möglichkeit, sich aktiv in die Erstellung des Hochhausleitbildes einzubringen. Die zweite Dialogveranstaltung findet 18 Uhr im Neuen Rathaus, Plenarsaal, Rathausplatz 1, Eingang Goldene Pforte, statt. Der Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften lädt dazu Interessierte herzlich ein.

Im Mittelpunkt stehen die Eignungs- und Ausschlussräume für Hochhäuser. Zentrale Fragen sind: Wo wären Hochhäuser grundsätzlich denkbar? In welchen Bereichen sind sie ausgeschlossen? Und was sind die Hintergründe dieser Einschätzungen? Zu diesen Fragen treten Städtebauer Christian Blum, Architekturhistoriker Christoph Schläppi, Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain und der Leiter des Stadtplanungsamtes, Stefan Szuggat, mit den Teilnehmern in einen Dialog.

Christian Blum von der Büro Eckhaus AG Städtebau Raumplanung in Zürich erstellt im Auftrag des Geschäftsbereichs Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften das Hochausleitbild. Dies erfolgt in drei Schritten. In Modul 1 analysierten die Planer, was Dresden ausmacht: die Einbindung der Stadt in die Landschaft sowie die Identität der über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft. Sie haben den Bestand an Bebauung untersucht, insbesondere die schon vorhandenen Türme und Hochhäuser ab 30 Meter. Die Ergebnisse wurden am 24. August öffentlich vorgestellt und mit den Dresdnerinnen und Dresdnern diskutiert.
Im Modul 2 werden nun die Eignungs- und Ausschlussräume für Hochhäuser identifiziert. Anschließend wird im Modul 3 ein Qualifizierungshandbuch erarbeitet. Es gibt dem Stadtplanungsamt Kriterien an die Hand, mit denen die Fachleute eventuelle Hochausprojekte beurteilen und qualifizieren.

Nach Abschluss der Arbeiten erhält der Stadtrat den Entwurf des Hochhausleitbildes zum Beschluss.

Weitere Informationen: www.dresden.de/stadtraum/brennpunkte/Hochhausleitbild für Dresden