Hitze sorgt in Notaufnahme der Uniklinik für mehr Betrieb
In der Notaufnahme der Dresdner Uniklinik werden derzeit mehr Patienten wegen der Hitze verzeichnet. Vor allem ältere Leute, die zum Beispiel einen Infekt haben, verkraften die Hitze dann körperlich sehr schlecht, teilte die leitende Ärztin mit. Man habe derzeit häufig desorientierte oder ausgetrocknete Patienten, da zu wenig getrunken wird. Einen Anstieg von aktuen Fällen auf der Intensivstation wurde aber nicht registriert, hieß es.
Dr. Simone von Bonin, Fachärztin für Innere Medizin im Zentrum Innere Medizin empfiehlt: "Bei großer Hitze sollten alle Menschen viel trinken. Wie viel lässt sich nicht genau sagen. Die Menge variiert in Abhängigkeit vom allgemeinen Gesundheitszustand. Vor allem ältere Menschen sollten bei großer Hitze tagsüber nicht rausgehen und die kühleren Stunden für Besorgungen nutzen. Wer vor die Tür muss, sollte Sonnenschutz auftragen und eine Kopfbedeckung tragen. Auch kalte Fußbäder können helfen, wenn es gefällt."
Und Prof. Dr. med. Thea Koch, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie Universitätsklinikum Dresden ergänzt: "Bei lange anhaltender Hitze haben vor allem Leute Probleme, die stundenlang unter sengender Sonne verbringen oder zu wenig trinken. Dann kommt es häufig zu Kreislaufproblemen. Im schlimmsten Fall bildet sich ein Gehirnödem, das Gehirn schwillt an, es kommt zu Bewusstlosigkeit. Dann verordnen die Ärzte eine Kreislauftherapie, geben Infusionen für den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und gegebenenfalls Medikamente gegen die Schwellung."