Hitze bleibt - so wenig Wasser in der Elbe wie seit 51 Jahren nicht mehr
Die Elbe in Dresden führt derzeit so wenig Wasser wie seit 51 Jahren nicht mehr. Im August 1964 lag der Pegelstand nach Angaben Landesumweltamtes bei 47 Zentimetern. Aktuell sind es 55 Zentimeter. Normal ist ein Wasserstand von zwei Metern. Wie Sprecherin Karin Bernhardt mitteilte, habe man derzeit eine Extremsituation. Die Pegelstände ließen sich allerdings nur bedingt vergleichen, weil die Elbe in den vergangenen Jahrzehnten ausgebaggert und damit tiefer wurde. Die Hydrologen vergleichen daher die Durchflüsse der vergangenen Jahre. 1964 waren es 55,7 Kubikmeter pro Sekunde, am Donnerstag 65,8 Kubikmeter. Normal sind 340 Kubikmeter pro Sekunde.Die Dampfschiffahrt musste wegen des Niedrigwassers fast alle Fahrten streichen und die Dampferparade absagen.Die Hitze bleibtEs bleibt heiß - auch in der kommenden Woche. Allerdings gibt es am Wochenende eine kleine Verschnaufpause. "Am Samstag durchziehen Gewitter vom Westen her einmal das komplette Gebiet", sagte Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Dann sei mit Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde sowie Sturmböen mit bis zu 85 Stundenkilometern und kleinkörnigem Hagel zu rechnen. Am Sonntag werde es wieder freundlich - mit angenehmeren Werten bis 28 oder 30 Grad. "In der nächsten Woche bekommen wir dann wieder 35 Grad und mehr", sagte Engelmann. Am Donnerstag wurde bis zum frühen Nachmittag vielerorts die 30-Grad-Marke überschritten. In Sachsen war es in Dresden am wärmsten, bereits am Mittag wurden über 34 Grad erreicht.