Hitlergruß in Freital? Freispruch am Landgericht
Ein 49-jähriger Mann aus Freital, der den Hitlergruß gezeigt haben soll, ist am Landgericht Dresden am Dienstag frei gesprochen worden. Seine Berufung war erfolgreich. Vertreten wurde er dabei u.a. von dem Anwalt Jens Lorek, der durch seine Auftritte bei Pegida und anderen Demonstrationen Bekanntheit erlangte.Das Amtsgericht Dippoldiswalde hatte den Mann zu 1320 Euro Geldstrafe verurteilt, weil er bei einer Demonstration vor der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Freitaler Hotel Leonardo mit ausgestrecktem Arm fotografiert worden war. Er selbst hatte ausgesagt, die Fotos seien gefälscht. Dem widersprach am Amtsgericht ein Gutachten eines Foto-Experten.Der Mann ging daraufhin in Berufung. Wie ein Gerichtssprecher auf unsere Anfrage mitteilte, hätten Polizisten den Hitlergruß nicht gesehen, obwohl sie den Mann während der Demonstration beobachtet hatten. Ein Gutachter erklärte heute vor Gericht, dass aufgrund der drei vorliegenden Fotos nicht sicher sei, ob es eine Armbewegung oder der verbotene Hitlergruß war. Die Kosten des Verfahrens trägt die Staatskasse. Nach unseren Informationen soll der Mann auch im Zusammehang mit Morddrohungen und Beleidigungen gegen Oberbürgermeister Dirk Hilbert bei Facebook aufgefallen sein. Die Ermittlungen des Staatsschutzes zu den Drohungen der vergangenen Wochen sind allerdings noch nicht abgeschlossen.