Historischer DDR-Schnellzug soll in Radebeul aufs Gleis
Eisenbahnfans haben für den historischen DDR-Schnellzug SVT eine neue Unterstellmöglichkeit in Radebeul gefunden. Das Pharmaunternehmen Arevipharma stellt eine Halle bereit, nachdem die bisherige in Dresden gekündigt wurde.
Die Bahn-Enthusiasten wollen den 150 Meter langen Schnellzug restaurieren und wieder auf die Schiene bringen. Er war einst das Flaggschiff der Deutschen Reichsbahn.
Acht Fahrzeuge dieser Art wurden zwischen 1963 und 1968 gebaut. Einst fuhrt der Schnellverkehrstriebwagen SVT von Berlin über Dresden und Prag bis nach Wien - auch wenn für DDR-Bürger schon vorher Endstation war.
Um den fast 150 Meter langen Zug in Radebeul vor Witterung und Vandalismus sicher abstellen zu können, muss das Baufeld beräumt und das künftige Abstellgleis auf einer Länge von 185 Metern neu gebaut werden, hieß es. Diese Arbeiten seien aktuell voll im Gange, die Halle soll Anfang 2025 errichtet werden. Parallel läuft eine Spendenaktion zu ihrer Finanzierung. Die Kosten sind mit 300.000 Euro veranschlagt, aktuell ist fast die Hälfte davon schon gedeckt.
„Wir freuen uns über das rege Interesse an unserem Projekt und sind zuversichtlich, Anfang 2025 mit den Probe- und Ausbildungsfahrten des SVT Bauart Görlitz starten zu können“, teilte die gemeinnützige SVT Görlitz GmbH mit.
Das Projekt läuft unter dem Slogan „Ein Zug für Mitteldeutschland“. Später soll der SVT als Charterzug von Berlin nach Prag unterwegs sein. Auf dieser Strecke war er im Jahr 2003 auch das letzte Mal im Einsatz. Er erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometer pro Stunde und bot 140 Fahrgästen Platz. Im Speiserestaurant standen zusätzlich 23 Plätze zur Verfügung. (mit dpa)