++ EIL ++

Historienspektakel auf Festung Königstein

Zuletzt aktualisiert:

Ab heute (10. Juni) erobern die Schweden die Festung Königstein. Musketen knallen und Degen klirren: Mit aufwendigen Gefechtsdarstellungen soll ein lebendiger Eindruck von der Zeit des Dreißigjährigen Krieges dargestellt werden. Etwa 300 Laiendarsteller verschiedener Nationen kampieren dafür bis Sonntag auf der Bergfestung. Es ist einer der jährlichen Höhepunkte im Veranstaltungskalender des Museums.

Die Inszenierung orientiert sich grob an den Geschehnissen des Jahres 1639. Schwedische Truppen zogen damals unter Feldmarschall Johan Banér von Pirna kommend an der Festung vorbei nach Böhmen. Die Stadt Königstein legten sie in Schutt und Asche. Die Festung selbst wagten sie allerdings nicht anzugreifen.

Für das Event reisen Vereine und Uniformgruppen aus Sachsen, Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sowie aus Tschechien und den Niederlanden an. Mit Zelten aus weißen Stoffbahnen zeigen sie auf dem Plateau des Königsteins, wie ein Heerlager der Zeit ausgesehen haben könnte. Dabei werden auch Alltagsszenen dargestellt. So dürfen Besucher beobachten, wie die Darsteller am offenen Feuer kochen, Waffen schmieden oder Näharbeiten verrichten.

Am Sonnabend, 10:30 Uhr, wird das Wochenende mit dem Einmarsch der Regimenter auf den Paradeplatz mit Trommeln und Fanfaren offiziell eröffnet. Anschließend beginnen Musketier- und Pikeniervorführungen. Erstmals ist auch ein militärischer Drill zu erleben, bei dem die Truppen ihre Aufstellung sowie die Handhabung von Bajonett und Muskete einstudieren. Lautstarker Höhepunkt ist am Sonnabend und Sonntag jeweils 14 Uhr die einstündige Erstürmung der Festung durch die Akteure.