• (Foto: Uniklinik)

Hip-Hop-Therapie an der Dresdner Uniklinik

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An der Dresdner Uniklinik werden kranke Kinder in den Sommerferien mit Hip-Hop-Workshops abgelenkt und gestärkt. Seelisch kranke Kinder in der Kinder- und Jugendpsychatrie produzieren innerhalb von zwei Wochen eigene Lieder und Videos und zeigen, was in ihnen steckt. Begleitet werden die Kinder von einem Dresdner Rap-Trio. Das Projekt wird durch zahlreiche Spender und die Stiftung Hochschulmedizin ermöglicht.

Ausprobieren, texten musizieren

Die Uniklinik erklärte die Ziele des Projektes in einem Pressetext: Zwei Wochen kreative Arbeit, ausprobieren, texten, musizieren, die Krankheit und Sorgen vergessen – dieses Ziel verfolgt der Hip-Hop-Workshop für Patienten der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, der an diesem Montag (9. Juli) startet. Bis zu zehn Patienten im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren nehmen daran teil. Zusammen mit den Profis des früheren Dresdner Rap-Duos KapuDDniks und dem daraus hervorgegangenen Trio um Stephanie Krah aka „Frau Krah“, Thimo Teiche aka „Harry Vintage“ und David Berger aka „joclevski“ texten sie und nehmen die Texte als Raps im Studio auf. Die Texte sollen helfen, die eigenen Erlebnisse zu verarbeiten, und unterstützen den Verarbeitungsprozess. Dabei spüren die Jugendlichen, dass sie in der kreativen Arbeit nicht auf ihre Krankheit reduziert werden und erfahren auf diese Weise, was alles Positives in ihnen steckt.

Der Hip-Hop-Workshop findet seit 2012 einmal im Jahr statt. „Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in dem Workshop hat einen großen therapeutischen Mehrwert“, sagt Prof. Veit Rößner. „In den zwei Wochen entwickeln sich eine starke Gruppendynamik, neue Freundschaften, neues Selbstvertrauen und großer Enthusiasmus.“ Auch deshalb sieht die Klinikleitung den Hip-Hop-Workshop wie auch den im Herbst stattfindenden Zirkusworkshop durchaus als Element einer Therapie an. Dennoch werden solche Angebote nicht von den Krankenkassen finanziert. Deshalb ist die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie auf Spenden angewiesen. In diesem Jahr haben unter anderem IKEA Dresden und das Unternehmen von Ardenne den Workshop unterstützt. Damit auch im kommenden Jahr das Angebot stattfinden kann, ist die Klinik weiterhin auf finanzielle Unterstützung angewiesen und sucht bereits heute nach Spendern für die im kommenden Jahr geplanten Workshops.

Die Stiftung Hochschulmedizin Dresden bietet unterschiedliche Möglichkeiten an, schnell und unkompliziert Geld für ganz unterschiedliche Belange der Krankenversorgung und Forschung zu spenden. Weitere Informationen gibt es unter http://stiftung-hochschulmedizin.de/ihre-spende