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Hilbert verteidigt Containerstandorte: „Müssen sonst Turnhallen belegen“

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Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat bei der Stadtratssitzung am Donnerstagabend deutliche Worte zu der Debatte zu den geplanten Containerstandorten für Geflüchtete gefunden. Die mobilen Raumeinheiten würden dringend gebraucht, so Hilbert. Allein in diesem Jahr werden rund 2200 asylsuchende Menschen in Dresden erwartet. Der Wohnraum sei knapp, daher gebe es, so Hilbert weiter, keine guten Alternativen.

Die Konsequenz wäre in erster Linie, die Messe wieder komplett zu belegen oder Turnhallen anzumieten, wodurch es wieder zu Einschränkungen für Kinder und Jugendliche oder Vereine beim Sport kommen würde. Das wolle der Oberbürgermeister verhindern. „Das Recht auf Asyl, also der Schutz von Menschen, die ihr Land aus politischen und religiösen Gründen verlassen müssen, ist untrennbar mit den demokratischen Werten unserer Gesellschaft verknüpft“, sagte Hilbert. „Der Schutz dieser Menschen ist mehr als eine Pflichtaufgabe, es ist eine, zumindest für mich, humanitäre Selbstverständlichkeit“.

Zugleich wies der OB die Kritik zurück, nicht das Gespräch mit den Bürgern zu suchen. Er habe sich seit Jahren für die Unterbringung von Geflüchteten stark gemacht und sei stets im engen Austausch mit den Dresdnern gewesen, verteidigte sich Hilbert. Dabei seien er und seine Familie immer wieder zum Angriffspunkt für rechten Hass geworden. Auch in Zukunft wolle er bei Bürgerveranstaltungen mit dabei sein - lasse sich aber seinen Terminplan nicht diktieren. Die Linke-Fraktion hatte zuvor per Eilantrag gefordert, dass Hilbert u.a. bei den kommenden Ortschaftssitzungen rund um die geplanten Containerstandorte dabei sein sollte.