Hilbert für Maskenpflicht auf Striezelmarkt
Dresden will in der Corona-Krise an der Ausrichtung seines berühmten Striezelmarktes festhalten. „Dabei gibt es für uns klare Prämissen, unter denen der Striezelmarkt stattfinden kann“, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Die Stadt plane, das „Tragen einer Alltagsmaske“ auf dem Weihnachtsmarkt anzuordnen und das auch durchzusetzen, kündigte Hilbert an. „Wie diese Regelung genau aussehen kann, erarbeiten wir gerade.“ Zudem soll der Markt in der City „entzerrt“ und so organisiert werden, dass sich keine großen Menschenansammlungen bilden können.
Hilbert rief den Freistaat zudem auf, auf eine Kontaktnachverfolgung für die Weihnachtsmärkte zu verzichten. Diese sei unverhältnismäßig, so der Oberbürgermeister. Marktbetreiber - zumal bei einer Freiluftveranstaltung - dürften nicht schlechter gestellt werden, als die Betreiber von Einkaufszentren oder Passagen. Die Gesundheitsämter wären zudem völlig überlastet, wenn sie Tausende Adressen nachverfolgen müssten.
„Die wirtschaftliche Bedeutung der Weihnachtsmärkte ist für unsere Region riesig und ein Totalausfall würde zigtausende Existenzen bedrohen“, so Hilbert. In den letzten Tagen war der Weihnachtsmarkt an der Münzgasse in der Nähe der Frauenkirche abgesagt worden. Wie die Veranstalter mitteilten, sind die Auflagen wie Kontaktnachverfolgung und Einzäunung mit sehr viel Aufwand verbunden.