Hilbert fordert schnelle Entscheidung zu Lockdown
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert fordert vom Freistaat eine schnelle Entscheidung zu einem Lockdown vor Weihnachten. Die Bevölkerung brauche endlich einen klaren Fahrplan, ebenso wie die Wirtschaft. Hilbert erwartet auch zeitnah eine landesweite Regelung zu einem vorzeitigen Ferienbeginn. Alles andere sorge für Frust und Unverständnis, so das Stadtoberhaupt.
„Mir ist sehr daran gelegen, dass Stadtrat und Verwaltung in dieser angespannten Situation gemeinsame Positionen finden und rechtskonforme Beschlüsse fassen“, erklärt Oberbürgermeister Hilbert. „Aus diesem Grund haben Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Kaufmann, das Gesundheitsamt und ich einen Ersetzungsantrag formuliert, der jetzt im Gesundheitsausschuss diskutiert wird.“
Die prekäre Lage in Dresden berät der Gesundheitsausschuss am Freitag auf einer Sondersitzung. Dabei geht’s auch um die Unterstützung der Impfkampagne. „Wir sind im Aufbau kommunaler Impfteams, die vor allem ältere Menschen in Pflegeheimen erreichen sollen. Wichtig wäre aber, dass diese Impfteams auch mit den Impfteams des Freistaates Sachsen kooperieren können“, erläutert Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann.
„Wir erleben in diesen Tagen, dass sich die Situation in unseren Kliniken und Krankenhäusern weiter zuspitzt, während die Infektionszahlen ungebrochen hoch sind“, erklärt Oberbürgermeister Dirk Hilbert. „Wir sind deshalb alldenjenigen zu Dank verpflichtet, die sich - egal ob im Haupt- und Ehrenamt - dieser Herausforderung Tag für Tag stellen. Diese Menschen arbeiten im Gesundheits- und Sozialwesen, in nachbarschaftlichen Initiativen, in der Verwaltung, den Schulen, im Bestattungswesen und vielen anderen Orten mehr. Die politisch Verantwortlichen sollten deshalb auf allen Ebenen klare Beschlüsse fällen und eindeutige Fahrpläne vorgeben. Die Stadt Dresden versucht dazu ihren Beitrag zu leisten.“