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Heiraten im Neuen Rathaus wieder möglich

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Heirat im Neuen Rathaus- nach 30 Jahren ist das jetzt wieder möglich. Der neue Ort für Trauungen heißt Salon „Marie Stritt“.  Am Wochenende sind die ersten zwei Paare durch die Goldene Pforte des Dresdner Rathauses geschritten, um das Gebäude wenig später als Eheleute wieder zu verlassen. Das nächste Paar wird im Rathaus am 16. August den Bund fürs Leben eingehen. Damit sind die Termine für den neuen Eheschließungsort in diesem Jahr bereits ausgebucht.

Aber für 2025 sind an fünf Sonnabenden von April bis September jeweils fünf Termine im Angebot. Für den Salon „Marie Stritt“ im Rathaus fallen bei Eheschließungen keine Kosten für die Raummiete an.

Der Salon Marie Stritt ist modern gestaltet und befindet sich in der ersten Etage des Dresdner Rathauses. Brautpaare und ihre Hochzeitsgesellschaft (ab 2025: maximal 15 Gäste) erreichen diesen über die Goldene Pforte und das prunkvolle Treppenhaus mit doppelläufigem Aufgang, Kuppel und Gestaltungen nach Otto Gußmann. Bei der Um-und Ausgestaltung des neuen Hochzeitsraumes wurde bewusst auf eine moderne, multifunktionale und zurückhaltende Atmosphäre Wert gelegt. 

Der Salon wird neben Eheschließungen auch für Eintragungen in das Goldene Buch der Stadt Dresden genutzt. Hier tragen sich zum Beispiel Botschafter bei Antrittsbesuchen ein, neu gewählte Stadtoberhäupter der Partnerstädte oder berühmte Persönlichkeiten wie zum Beispiel am 3. Mai 2023 der Dresdner Grammy Preisträger DJ Purple Disco Machine.

Marie Stritt gilt als bedeutende Frauenrechtlerin. Zwei Monate nach dem Thronverzicht des sächsischen Königs am 13. November 1918 zogen erstmals nach demokratischen Regeln (nicht nach Steueraufkommen oder Geschlecht) auch zehn Frauen ins Dresdner Stadtparlament ein. Eine von ihnen war Marie Stritt, die im Jahr 1920 auch zum Ratsmitglied gewählt wurde. Im Dresdner Stadtteil Striesen und in Bremen wurden Straßen nach ihr benannt.