++ EIL ++

Update: Polizei geht gegen Hausbesetzer vor

Zuletzt aktualisiert:

+++ Update 06:58 +++

Spezialkräfte gehen ins Haus. Wie uns Polizeisprecher Stefan Grohme sagte, hat der Eigentümer Strafanzeige gestellt. Die Polizisten haben in der alten Villa bislang niemand angetroffen.

+++ Update 06:25 +++

Die Polizei ist mit mehreren Einsatzwagen am Objekt Jägerstraße vorgefahren. Die Hausbesetzung wird nun offenbar beendet.

+++ Update 28. Juli  05:59 Uhr +++

Die Hausbesetzung auf der Jägerstraße dauert an. Die Besetzerinnen haben die vom Freistaat – als Eigentümer - gestellte Frist verstreichen lassen. Bis 18:00 Uhr sollte die alte Villa am Dienstag verlassen werden. Wie es jetzt weitergeht, hängt davon ab, ob der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) Strafanzeige stellt. Die Polizei ist am Mittwochmorgen nach Angaben eines Sprechers mit einem Streifenwagen vor Ort und beobachtet.


+++ Update: 11:51 Uhr +++

Der Eigentümer des besetzten Hauses auf der Jägerstraße 10A ist ermittelt. Es der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Vertreter des SIB haben sich am Vormittag vor Ort ein Bild gemacht. Die Hausbesetzer*innen wurden aufgefordert, bis Dienstag 18:00 Uhr das Feld zu räumen. Im Gegenzug forderten die Aktivist*innen, das weder Identitäten aufgenommen, noch Anzeige erstattet werde. Außerdem wurde der SIB zum "Runden Tisch" eingeladen. Man wolle darüber reden, wie das Haus langfristig genutzt werden können. Die Villa sei aufgrund ihres Zustandes aber nicht nutzungsfähig, hieß es von der Gegenseite. Der Protest der Besetzer richtet sich gegen Leerstand und steigende Mieten und findet den Angaben  zufolge im Rahmen der "feministischen Besetzungstage„ statt.

+++ Stand 05:51 Uhr +++

Seit Montagnachmittag halten mehrere Menschen eine leerstehende Villa an der Jägerstraße in der Radeberger Vorstadt besetzt. Wie viele sich in dem Haus befinden, ist laut Polizei noch unklar. Zunächst müsse der Eigentümer ermittelt werden. Je nachdem, wie der sich zu der Besetzung positioniert, werde man weitere Schritte überdenken, sagte uns ein Polizeisprecher am Dienstag. Ziel der Besetzerinnen und Besetzer ist es offenbar, das Haus langfristig zu nutzen und somit Leerstand in Dresden zu bekämpfen.

An der Villa hängen Transparente mit der Aufschrift "Freiheit stirbt mit Sicherheit" und "Rache für die Schanze". Auf der Schanzenstraße im Hechtviertel hatte die Polizei im Dezember 2020  eine Hausbesetzung nach drei Tagen beendet. Der Eigentümer hatte Strafanzeige gestellt. Die Aktivisten protestierten nach eigenen Angaben gegen steigende Mieten, Zwangsräumungen und Profitinteressen von Immobilienfirmen.