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Haftstrafe nach tödlichem Unfall am Zelleschen Weg

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Fast fünf Monate nach einem folgenschweren Unfall ist ein Mann wegen fahrlässiger Tötung am Amtsgericht Dresden zu drei Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 31-Jährige im Februar betrunken und ohne Führerschein mit seinem Auto durch die Stadt raste und am Zelleschen Weg ungebremst auf einen Motorroller prallte. Er habe das Krad etwa 1,8 Kilometer vor sich her geschoben, bis es Feuer fing.

Dessen Fahrer, der etwa 50 Meter weit durch die Luft geflogen sei, starb am nächsten Tag an seinen schweren Verletzungen. Der Angeklagte fuhr nach Angaben der Richter einfach weiter. Das Gericht verurteilte ihn auch wegen Unfallflucht, Trunkenheit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Letztere hatte er vor anderthalb Jahren verloren - wegen Alkohols am Steuer.

Zuvor hatte der Beschuldigte erklärt, nicht mitbekommen zu haben, dass sich der Roller an der Front seines Autos verkeilt hatte. Er sagte, er sei geschockt gewesen und habe eine Stelle zum Anhalten gesucht. Laut Zeugenaussagen war der Wagen mit über 100 Sachen die zweispurige Straße entlanggerast. Der Angeklagte war bereits mehrfach wegen Verkehrsdelikten aufgefallen. In der Verhandlung kam auch heraus, dass er öfter ohne Führerschein gefahren ist. Der 31-Jährige hat ein Geständnis abgelegt und den Vater des 45 Jahre alten Opfers um Entschuldigung gebeten. (dpa)