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Haftbefehl gegen bewaffneten Räuber von Löbtau und Mickten erlassen

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Gegen den bewaffneten Räuber, der am Dienstagabend in Mickten von der Polizei angeschossen wurde, ist Haftbefehl beantragt worden. Ein Richter hat diesen in Vollzug gesetzt. Der 32-jährige Dresdner hatte erst in Löbtau ein Auto gekapert, raste durch die Stadt, baute zwei Unfälle und flüchtete zu Fuß. Am Elbvillenweg hat ein Polizist den bewaffneten Mann niedergeschossen. Er liegt im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft hat einen Haftbefehl beantragt. Ein Richter hat am Mittwochnachmittag Untersuchungshaft verhängt, der Mann wird in das Haftkrankenhaus in Leipzig gebracht.

Die Polizei hat nun weitere Details zum Tatablauf veröffentlicht:

Im Zuge der Ermittlungen ergibt sich nachfolgendes Bild zum Tatablauf. Gegen 16.20 Uhr bedrohte der 32-Jährige nacheinander zwei Passanten (36, 57) in Dresden-Löbtau mit einer Pistole und forderte deren Fahrzeuge. Nachdem er diese nicht erhielt, ließ er von den Männern ab.

Kurz darauf begab sich der Tatverdächtige in eine Praxis an der Kesselsdorfer Straße und raubte den Rucksack mit einem Autoschlüssel einer Mitarbeiterin. In der Folge entwendete er den dazugehörigen Golf, der ganz in der Nähe abgestellt war.

Mit dem Wagen flüchtete er über die Flügelwegbrücke in Richtung Dresden-Mickten. Dabei verursachte er einen Verkehrsunfall auf der Washingtonstraße. Nach einem weiteren Unfall auf der Micktner Straße, bei dem der Mann sechs andere Fahrzeuge beschädigte, flüchtete er zu Fuß in Richtung Elbe.

Alarmierte Polizeibeamte konnten den Gesuchten am Elbvillenweg ausfindig machen. Dabei trat ihnen der Tatverdächtige mit einer Pistole entgegen. In der Folge kam es zur Schusswaffenanwendung eines Beamten, wobei der Tatverdächtige verletzt wurde. Der 32-jährige Deutsche kam in ein Krankenhaus.

Während des Einsatzes gab es zunächst Hinweise auf einen möglichen Mittäter. Die Polizei führte daher auch nach der Festnahme des Tatverdächtigen weitere Fahndungsmaßnahmen durch, in deren Folge mehrere Passanten kontrolliert wurden. Gleichzeitig sicherten die Interventionskräfte der Dresdner Polizei den Bereich ab. Im Rahmen der parallel laufenden Ermittlungen hat sich dieser Verdacht nicht bestätigt. Der Polizeieinsatz endete in den frühen Abendstunden.

Nach dem Zeugenaufruf der Dresdner Polizei hat sich zwischenzeitlich ein weiterer Mann gemeldet, der von dem Tatverdächtigen im Bereich der Tichatscheckstraße bedroht worden ist.

Die Dresdner Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei ermitteln gegen den 32-jährigen Deutschen wegen mehrerer Raubstraftaten, Bedrohung sowie verschiedener Verkehrsdelikte. Die Tatwaffe wurde sichergestellt. Sie wird gegenwärtig untersucht.