• Mindestens zwei weitere Ausbruchsversuche hatte der angeklagte Martin F. geplant. (c) Ralph Köhler/ propicture

Häftling aus Zwickau plante mehrere Ausbrüche

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Zwickau -Im Prozess gegen zwei Zwickauer Häftlinge wegen Gefängnismeuterei sind gestern spannende Details bekannt geworden. JVA-Direktor Andreas May erzählte vor Gericht, dass der Hauptangeklagte schon mehrmals ausbrechen wollte.

Zum ersten Mal im August 2016, und zwar am Stadtfest-Wochenende. Damals hatte der Drogendealer zehn Sägeblätter in die Anstalt geschmuggelt. Die Wärter kamen ihm aber auf die Schliche.

Einen Monat später wollte Martin F. mit einem Zellenkumpel ein Loch in die Knastwand hauen. Aber auch das klappte nicht, so May. Und während seiner Gerichtsverhandlungen in Chemnitz wurden mehrere Befreiungsversuche vereitelt. "Ein schwarzer Phaeton stand immer vor Gericht", berichtete May.

Zum größten Ausbruchsversuch kam es dann im Oktober 2016, als ein Wärter lebensgefährlich verletzt wurde. Der Prozess geht weiter.