++ EIL ++

Habeck und Baerbock besuchen Dresdner Chipfabrik

Zuletzt aktualisiert:

Die Bundesregierung hat die Ansiedlung modernster Chipfabriken in Deutschland kräftig unterstützt. Nun haben auch Wirtschaftsminister Robert Habeck und Außenministerin Annalena Baerbock (beide Grüne) am Donnerstag die Chipfabrik von Infineon in Dresden besucht. Im Mai begann dort der Ausbau eines hochmodernen Halbleiterwerks, im Herbst 2026 sollen die ersten Chips die Anlage verlassen.

Habeck verteidigte bei seinem Besuch die staatlichen Investitionen in die Halbleiterindustrie in Deutschland. Der Bedarf an Halbleitern wachse gewaltig, aktuell kämen sie aber überwiegend nicht aus Europa, sagte der Grünen-Politiker. „Und deswegen ist die Frage, ob wir einen Teil der Produktion und damit die Technik und das Wissen und die Menschen, die die Technik und das Wissen beherrschen, hier in Deutschland und in Europa haben, eine Frage der wirtschaftspolitischen Souveränität.“ Die deutsche Wirtschaft könne sich nicht darauf verlassen, dass Lieferketten immer funktionierten.

Habeck und Baerbock wurden nach Unternehmensangaben von Infineon-Vorstandschef Jochen Hanebeck empfangen und besichtigten dann auch den Reinraum. Hier können Halbleiter ohne Kontaminierungen der Bauteile durch Staubpartikel gefertigt werden.

Am Abend will Habeck laut IHK Dresden mit Unternehmerinnen und Unternehmen aus dem regionalen Mittelstand über Energiepolitik, Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung und die Subventionierung großer Ansiedlungen sprechen. (dpa)