Gute Noten für Freizeitangebote in Dresden
Die meisten Jugendlichen in Dresden (+90 %) sind mit den Freizeitangeboten bei uns in der Stadt zufrieden. Das geht aus der aktuellen Jugendbefragung der Stadtverwaltung hervor. Dennoch wünschen sich viele der Befragten einen besseren Zugang zu Sportanlagen, zum Beispiel zu Bolz-, Fußball- und Sportplätze, sowie Skateranlagen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass viele Jugendliche über lokale Angebote nicht Bescheid wissen. Befragt wurden Jungen und Mädchen im Alter von 10-17 Jahren. Vor allem Gymnasiasten hatten sich zum Thema geäußert. 12.000 Kinder und Jugendliche wurden nach ihren Freizeitaktivitäten und -wünschen gefragt. 2.430 Fragebögen wurden dann ausgewertet. An der Umfrage haben sich mit 59 Prozent überdurchschnittlich viele Gymnasiasten beteiligt, hieß es. Fast die Hälfte der Befragten kennt Jugendzentren, Kinder- und Jugendtreffs sowie Kinder- und Jugendhäuser in Dresden. Vor allem Kinder unter 14 Jahren nutzen diese Freizeitangebote. Jugendliche geben oft an, dass ihnen zu wenig Zeit zur Verfügung steht, um Angebote der Jugendarbeit wahrzunehmen. Die Umfrage ergab, dass die jungen Menschen die meiste Freizeit zu Hause oder bei Freunden verbringen. An dritter Stelle wurde der Verband oder Verein genannt. Die Befragten wünschen sich mehr Sportangebote mit jederzeit zugänglichen Sportanlagen, wie Bolz-, Fußball- und Sportplätze, Skater- und Bikeanlagen und Tischtennisplatten. Sie möchten sich mit Freunden treffen, gemeinsam chillen, sich aber auch bewegen, sportlich aktiv sein und Leute kennenlernen. Die meisten befragten Jugendlichen halten sich in dem Stadtraum auf, in dem sie wohnen. Die Dresdner Altstadt ist für die Befragten attraktiver als die Neustadt. Einkaufszentren und Fußgängerzonen üben eine hohe Anziehungskraft aus, deshalb sollten Angebote hier anknüpfen. Ihre Mobilität in der Stadt ist ihnen sehr wichtig und sie wünschen sich preiswertere bzw. kostenlose Fahrkarten für Bus und Bahn sowie gut ausgebaute Radwege. Kostenloses WLAN und freie bzw. deutlich ermäßigte Eintrittspreise in Bädern, Museen und Kinos stehen ebenso auf der Wunschliste der jungen Dresdnerinnen und Dresdner wie weniger Hausaufgaben, um über mehr Freizeit zu verfügen. Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann sagte: "Überrascht waren wir von dem Ergebnis, dass über 40 Prozent der Befragten Schulsozialarbeit und entsprechende Projekte kennen, obwohl es bisher noch nicht an allen Dresdner Schulen dieses Angebot gibt. Dass die Zielgruppe hier offenbar gut erreicht wird, bestärkt uns darin, die Schulsozialarbeit weiter auszubauen."Die Ergebnisse der Online-Umfrage stehen ab Dienstag unter: www.dresden.de/jhp