Gutachter sagt zur Glaubwürdigkeit von Terrorverdächtigem aus
Im Terrorprozess gegen einen mutmaßlichen syrischen Dschihadisten steht vor dem Oberlandesgericht Dresden am zweiten Verhandlungstag die Glaubwürdigkeit des Angeklagten im Mittelpunkt. Der 25-Jährige hat sich selbst bezichtigt, in seinem Heimatland für eine Terrororganisation gekämpft und an der Entführung von Journalisten mitgewirkt zu haben.Die Anklage des Generalbundesanwalts wegen Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung stützt sich ausschließlich auf diese Angaben. Am Freitag (ab 10.00 Uhr) soll der Islamwissenschaftler Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin die Aussagen bewerten.Der Angeklagte war im Herbst 2015 nach Deutschland gekommen. In Chemnitz hatte er sich bei der Polizei gemeldet und von seiner Terrorvergangenheit erzählt. Er kam drei Mal - bis zur Festnahme. Seit Februar sitzt er in Untersuchungshaft. (dpa)