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Gutachter: Batterie löste vermutlich Busbrand auf A9 aus

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Spezia­listen sind auf der Suche nach der Ursache für das Busun­glück mit 18 Toten auf der A9 bei Münch­berg. Am Wochen­ende sei im Auftrag des Brand­ur­sa­che­nermitt­lers anhand einer Simula­tion der Brand­ver­lauf nachvoll­zogen worden, sagte ein Sprecher. Dabei habe man drei mögliche Brand­ur­sa­chen nachge­stellt: einen durch den Unfall bedingten Kurzschluss im Armatu­ren­brett, eine brennende Batterie unter dem Fahrer­sitz, die den Diesel im ebenfalls durch den Unfall beschä­digten Tank entzündet habe, und ein Kurzschluss in der Klima­an­lage. "Ohne den Schluss­fol­ge­rungen vorgreifen zu wollen, nehmen wir die brennende Batterie als wahrschein­lichste Ursache an", sagte der Sprecher. Auch der verletzte Busfahrer beglei­tete die Begut­ach­tung eines bauglei­chen Busses. Nun stehen Simula­tionen an. Die Ursachen­for­schung werde noch einige Wochen andauern.Fahrer rettete Menschen­lebenUnter­dessen wurde jetzt bekannt: auch der Fahrer des Unglücks­busses von Münch­berg rettete nach Angaben des Busun­ter­neh­mens vor seinem Tod noch Menschen. Überle­bende Insassen hätten ausge­sagt, dass der 55-Jährige noch an der Evaku­ie­rung des vorderen Busteils mitge­wirkt habe, bevor er vermut­lich aufgrund einer Rauch­ver­gif­tung im Mittel­gang zusam­men­ge­bro­chen und dort ums Leben gekommen sei, sagte ein Unter­neh­mens­spre­cher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Drei Reisende hätten ausge­sagt, dass der aus einer Kopfplatz­wunde blutende Fahrer ihnen aus dem Bus geholfen habe. Bislang war nur bekannt, dass der überle­bende Ersatz­fahrer viele Insassen gerettet hatte, indem er die Türen öffnete und ihnen hinaus half. Der Bus aus dem sächsi­schen Löbau war am Montag vergan­gener Woche nach einem Auffahr­un­fall auf der A9 in Oberfranken ausge­brannt. 18 Menschen starben, 30 wurden verletzt.