Gut 100 Anträge auf Entschädigung im Zusammenhang mit Corona-Impfung
In Sachsen sind bis Ende vergangenen Jahres 101 Anträge auf Entschädigung wegen einer Corona-Impfung gestellt worden. Wie das Sozialministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten André Wendt mitteilte, wurden bisher acht Anträge in Hinblick auf eine dauerhafte Gesundheitsstörung abgelehnt. Zwei Verfahren hätten sich erledigt, da etwa die Anträge zurückgenommen wurden. In zwei Fällen habe man vorübergehende Gesundheitsstörungen von weniger als sechs Monaten anerkannt. Wendt hatte nicht gefragt, welche Konsequenzen eine Anerkennung hatte.
Die Antragsteller hatten verschiedene Probleme geltend gemacht, darunter Thrombosen, Hirnblutung, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Abszesse und starke Schmerzen im Arm. In einigen Fällen wurde auch Todesfälle als Grund für die Entschädigung genannt. Wendt sah die Anträge als Beleg dafür, dass die Corona-Impfstoffe zahlreiche Nebenwirkungen mit sich bringen und forderte einen Verzicht der Impfpflicht.
Nach Angaben des Sozialministeriums wurden bisher in Sachsen knapp sieben Millionen Impfdosen verabreicht. 63,4 Prozent der Menschen sind demzufolge mit zwei Impfungen grundimmunisiert, 44,9 Prozent von ihnen haben zudem eine Auffrischungsimpfung erhalten. Sachsen ist bundesweites Schlusslicht bei der Impfquote. (dpa)