- Mit Sekt hat die Chefin der Stadtentwässerung, Gunda Röstel, die Tunnelbohrmaschine getauft.
„Gunda“ bohrt sich jetzt durch Dresden
Die Tunnelbohrmaschine „Gunda“ bohrt sich künftig durch Dresden-Kaditz. Sie soll an der Grimmstraße, tief unter der Erde, einen rund ein Kilometer lange Röhre graben. Durch die fließt künftig das Abwasser von Globalfoundries, Bosch, TSMC & Co.
Die Maschine wurde am Montagmittag am Kaditzer Abwassertunnel getauft, auf den Vornamen der Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden, Gunda Röstel. Das ist beim Bau solcher Rohrtunnel Tradition.
Der Tunnel wird dringend benötigt: Die Mikroelektronik wächst rasant. Die Abwassermenge aus der Chipindustrie entspricht schon jetzt der von 250.000 Einwohnern, ohne der eingerechneten Neuansiedlung vom taiwanesischen Chiphersteller TSMC oder dem Ausbau von Globalfoundries.
Der Tunnel unter der Grimmstraße ist Teil des neuen Industriesammlers Nord, einem 70 Millionen Euro teuren Projekt der Stadtentwässerung. Seit Juli 2023 laufen dafür die Arbeiten. Damit soll das Kanalnetz von Dresden entlastet werden. Geplant ist, das Abwasser von den Gewerbegebieten künftig direkt zur Kläranlage zu leiten. Damit entsteht neben dem Altstädter und Neustädter ein dritter großer Abfangkanal in Dresden. Fertig werden soll alles spätestens 2027.

