„Gruppe Freital“: Ulbig äußert sich zu Spiegel-Bericht
Sachsens Innenminister Ulbig hat Polizei und Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen zur mutmaßlich rechtsterroristischen "Gruppe Freital" in Schutz genommen. Der Spiegel hatte am Wochenende berichtet, dass die Polizei einen verdeckten Ermittler in der Gruppe hatte, angeblich soll dieser auch bei einem Anschlag dabei gewesen sein. Ulbig sagte, es sei möglich, dass die Kommunikation der Gruppe überwacht und zeitversetzt ausgewertet worden sei. Das müsse man sich genauer anschauen, sagte Ulbig. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Mitglieder der Gruppe u.a. wegen versuchten Mordes und Bildung einer terroristischen Vereinigung. Sie sollen mit Sprengsätzen Anschläge auf Asylunterkünfte in Freital und auf ein alternatives Wohnprojekt in Dresden verübt haben. Ein Mitglied der Gruppe, Timo S., muss sich ab Dienstag auch am Amtsgericht Dresden für einen Angriff mit einem Baseballschläger auf Pro-Asyl-Demonstranten verantworten - in dem Auto, das von einer Demo in Freital kam, saß auch der Sohn von Vize-Ministerpräsident Martin Dulig.