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Grundreinigung nach Keim-Ausbruch im Krankenhaus Dresden-Neustadt

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Am Klinikum Dresden-Neustadt wird aktuell noch ein Patient mit einem multiresistenten Erreger auf der Intensivstation behandelt. Die anderen drei Patienten, die besiedelt waren, konnten nach Hause oder in die Reha entlassen werden, teilte eine Kliniksprecherin am Dienstagnachmittag mit. Die nicht mit dem Erreger besiedelten Patienten wurden verlegt.

Jetzt starten Grundreinigung und Desinfizierung aller Zimmer auf der Intensivstation. Wenn das Gesundheitsamt nach weiteren Prüfungen die Genehmigung erteilt, soll die Intensivstation am kommenden Montag wieder den regulären Betrieb aufnehmen.

Zwei Todesfälle nach Ausbruch

Zwei Patienten, die sich mit dem Erreger angesteckt hatten, waren gestorben. Ob der Keim hauptursächlich war, konnte nicht geklärt werden. Die Quelle für den Keim konnte bislang nicht gefunden werden. Mehrere hundert Tests sind in den vergangenen Wochen durchgeführt worden, allerdings ohne Ergebnis. Multiresistente Erreger sorgen bundesweit immer wieder in Krankenhäusern für große Probleme, die Rede ist deswegen auch von Krankenhauskeimen. Antibiotika wirken bei diesen nicht mehr, es gibt in einigen Fällen nur wenige Reserveantibiotika zur Behandlung.

Erkrankt ein Patient, kann das schwerwiegende Folgen haben: im gesamten Körper kann es zu Entzündungen und Abwehrreaktionen des Körpers kommen. Das Klinikum Dresden-Neustadt hatte den Ausbruch frühzeitig öffentlich gemacht und regelmäßig über die nächsten Schritte informiert.

Am kommenden Wochenende wollen 300 Experten aus ganz Deutschland das Thema Hygiene in Krankenhäuser und Praxen auch bei einer Tagung im Hygienemuseum diskutieren.