Grünes Licht für Batteriefabrik in Schwarzheide
Die Entscheidung ist für die Lausitz gefallen. Die neue Batteriefabrik der BASF wird in Schwarzheide gebaut. Das gab heute der Konzern-Vorstand bekannt. Damit sind 150 neue Arbeitsplätze verbunden.
In dem Werk sollen jährlich Kathoden für 400.000 Elektrofahrzeuge hergestellt werden. Die Vorprodukte kommen aus einer BASF-Anlage in Finnland.
Die Batteriefabrik soll 2022 in Betrieb gehen. Damit setze die BASF ein deutliches Zeichen für den Strukturwandel in der Lausitz, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide, Jürgen Fuchs. Medienberichten zufolge geht es bei der Fabrik um Investitionen von rund 500 Millionen Euro. Diese Zahl wollte Fuchs nicht kommentieren. Es sei aber die bislang größte Investition am Standort, sagte er uns.
Die Fabrik wird so ausgelegt, dass BASF rasch auf eine verstärkte Nachfrage an Kathodenmaterialien reagieren kann. Der Aufbau erfolgt in modularer Bauweise. Kathoden bestehen aus Nickel, Cobalt und Mangan. Sie können Strom speichern.
BASF hat für die Batteriefabrik bereits die Genehmigung beim Landesumweltamt beantragt. Das Vorhaben umfasst laut Genehmigungsantrag zwei gleiche Produktionslinien mit einer Jahreskapazität von insgesamt 24 000 Tonnen kristallinen Metalloxidgemischen. Der Antrag sowie die erforderlichen Unterlagen können seit dem 5. Februar an einen Monat lang beim Landesamt für Umwelt in Cottbus und im Bauamt Schwarzheide eingesehen werden.