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Großer Garten bekommt eigene Baumschule

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Der Große Garten Dresden bekommt eine eigene Baumschule. Gerade entsteht das Gelände neben dem Sommercafe am Palaisteich. Im Oktober soll alles fertig sein. Die eigene Baumschule bringt gleich mehrere Vorteile: Werden Gehölze dort aufgezogen, wo sie auch groß werden sollen, sind sie an die Bedingungen besser angepasst und wachsen erfolgreicher an. Schwer erhältliche Arten und Sorten können nun selbst gezogen werden. Durch eigene Anzucht wird zudem das Einschleppen von Pflanzenkrankheiten vermieden.

Auf insgesamt 5.000 m² entstehen Wirtschaftsflächen mit Geräteschuppen und Schattenhalle, es werden Wege gebaut, Wasser und Stromanschlüsse verlegt. Die Fläche wird in Anzuchtbeete, Baumkindergarten, Baumschule und Baumuni gegliedert. „Im ersten Schritt stecken wir mehrere hundert Eicheln und gewinnen so Nachwuchs für die gestalterisch so wichtigen Eichenbestände des Großen Gartens. Perspektivisch werden dann auch Winter-Linden für die Alleen herangezogen. Schwer zu beschaffende, teure Arten oder besonders klimaresiliente Gehölze werden später ebenfalls ihren Platz finden.“, informiert Dr. Claudius Wecke, Leiter des Bereichs Gärten bei der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG). Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass historische Gehölze von herausragender Bedeutung für die Gartendenkmale in der parkeigenen Baumschule genetisch identisch vermehrt und gesichert werden können. Nach zwei Jahren Pflege durch das Gärtnerteam des Großen Gartens werden die ersten kleinen Baumschulbäume ausgepflanzt.

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