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Großeinsatz bei 1. Mai-Demos in Dresden

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Die Dresdner Polizei sicherte zum 1. Mai eine Reihe von Demonstrationen ab. Neben den traditionellen 1.-Mai-Demos der Gewerkschaften am Schützenplatz gab es eine Demo der rechtsextremen NPD, diese wurde mehrfach blockiert und wurde letztlich von der Neustädter Elbseite über die Marienbrücke zum Bahnhof Mitte geführt.

Die NPD hatte bis zu 400 Teilnehmer angemeldet. Über 100 Teilnehmer hatten sich schließlich am Mittag am Bahnhof Neustadt versammelt. Ein breites Bündnis rief zum Gegenprotest auf, startete Blockaden u.a. am Palaisplatz. Gegen fünf Demonstranten wird wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz ermittelt, sie wurden in Gewahrsam genommen, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Untersucht wird außerdem eine Auseinandersetzung an der Kleinen Marienbrücke. Die NPD-Demo endete schließlich am Bahnhof Mitte. Bereits am Vormittag zogen mehrere hundert Menschen vom Alaunplatz durch die Neustadt, um auf Rassismus aufmerksam zu machen und gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. In der Altstadt sind zudem weitere Kundgebungen angemeldet worden, zum Beispiel von der AfD auf dem Neumarkt. Außerdem feierten Die Linke am Alaunplatz und die SPD am Fichteturm Familienfeste.

Autofahrer und DVB-Fahrgäste sollten bis in den Abend mit Einschränkungen rechnen.

Ticker

16:00 Uhr Demo beendet

Die NPD-Demo wurde am Bahnhof Mitte beendet, ein Zug durch die Dresdner Innenstadt ist damit vom Tisch. Die Abreise ist gestartet. Die Polizei bestätigte nun, dass an der Kleinen Marienbrücke bei einer Auseinandersetzung Pfefferspray eingesetzt wurde. Wir beenden an dieser Stelle den Liveticker.

15:50 Uhr NPD am Bahnhof Mitte

Die NPD hat den Bahnhof Mitte erreicht, dort könnte die Demo auch beendet werden und die Abreise starten. Wie ein Polizeisprecher sagte, wird eine Auseinandersetzung an der Kleinen Marienbrücke derzeit untersucht. Per Twitter schrieb die Polizei dazu: "Dort hat es eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gegeben. Unsere Kollegen trennten diese und verhinderten eine weitere Eskalation. Dabei machte sich auch der Einsatz von Pfefferspray notwendig."

Außerdem wird wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz gegen fünf Personen ermittelt, diese wurden am Mittag am Palaisplatz in Gewahrsam genommen.

14:55 Uhr Blockade zieht sich zurück - NPD auf Marienbrücke

Nach einer dritten Aufförderung zur Räumung wurde eine Sitzblockade aufgelöst und weiter nach hinten verlegt. Die NPD drehte um und wurde von der Polizei auf die Marienbrücke geführt.

14:20 Uhr Polizei kündigt Räumung an

Die Polizei kündigt per Lautsprecherdurchsagen die Räumung der Blockade am Palaisplatz an. Sie fordert die Demonstranten auf, die Straße freizugeben. Verstöße könnten mit einer Geldbuße bis zu 500 Euro geahndet werden, hieß es. Parallel dazu sprechen Beamte des Kommunikationsteams einzelne Demonstranten an, damit diese den Weg freigeben. Die NPD steht nach wie vor.

14:05 Uhr Blockaden von NPD-Aufmarsch

Mit Blockaden auf der Marienbrücke und der Großen Meißner Straße haben Gegendemonstranten den NPD-Aufmarsch mehrfach gestoppt und dann ganz zum Stehen gebracht. Ein Polizeihubschrauber ist in der Luft, am Carolaplatz stehen Wasserwerfer. Die Polizei hatte im Vorfeld angekündigt, zu versuchen, allen Demonstrationsteilnehmern Demonstrationszüge zu ermöglichen. Am Palaisplatz hat die Polizei einzelne Demonstranten eingekesselt oder zur Feststellung der Personalien festgehalten, sie sollen sich vermummt haben.

13:15 Uhr Etwa 100-200 Teilnehmer bei NPD

Bei der NPD versammelten sich bis zum frühen Nachmittag etwa 100-200 Teilnehmer, darunter unter anderem Thorsten Heise und Udo Voigt. Ursprünglich wollte die NPD vom Schlesischen Platz, über Marienbrücke und Postplatz zum Hauptbahnhof. Bereits nach wenigen Metern wurde der Aufzug von Blockaden gestoppt.

11:00 Uhr Hunderte Teilnehmer ziehen durch die Neustadt

Die Demonstranten zogen vom Alaunplatz zur Scheune und dann weiter zum Bahnhof Neustadt. Sie machten auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufmerksam und schlossen sich dann den Protesten gegen die rechtsextreme NPD am Bahnhof Neustadt an.