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Zerschlagung der Weißen Flotte soll verhindert werden

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Am Donnerstag will die Fraktion Bündnis 90/ die Grünen einen Eilantrag zur Rettung der Sächsischen Dampfschifffahrt in den Stadtrat einbringen. Demnach soll die Stadt schnellstmöglich eine Bietergemeinschaft gründen um sich am bereits laufenden Insolvenzverfahren zu beteiligen. Ziel sei es, dass der Freistaat zusammen mit der Stadt Dresden und den Kommunen die Flotte erwirbt. Der Bieterwert liegt aktuell bei rund 3 Millionen Euro, so landtagsabgeordneter Thomas Löser. Damit soll die Flotte auch weiterhin in Dresden bleiben. In einem zweiten Schritt soll dann ein privater Betreiber gefunden werden, der die Flotte bewirtschaftet, so Löser weiter.

Auch der Verein „Weiße Flotte Dresden – Freunde der Sächsischen Dampfschiffahrt“ begrüßt den Vorschlag der Grünen. Sie kündigten am Montag an Geld für den Erwerb zu sammeln. Sie rufen Landes- und Kommunalpolitik zur Unterstützung, sowie zu Spenden auf. Bis zum Zuschlag blieben nur noch sechs bis höchsten achte Wochen.

Die nach zwei Niedrigwasser-Perioden in die roten Zahlen gerutschte SDS ist seit Juni in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Der Geschäftsbetrieb wird weitergeführt. Eigentümer der GmbH & Co. KG sind knapp 500 Kommanditisten mit unterschiedlichen Anteilen, der Freistaat ist mehrheitlich an der GmbH als persönlich haftender Gesellschafter beteiligt. Das operative Geschäft führt die KG. Die Flotte besteht aus neun zwischen 1879 und 1929 gebauten historischen Raddampfern sowie zwei modernen Fahrgastschiffen.

Nach Vorstellungen der SDS soll im September Klarheit zur Zukunft herrschen. Entscheidend für einen Verkauf sei eine Kombination aus dem Kaufpreis und einem Konzept mit einer Perspektive, sagte der Sprecher. „Alle vereint der Wille, die älteste Dampfschiffahrt der Welt und die Arbeitsplätze bei der SDS zu erhalten.“