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Großbrand im Industriegelände

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Der Brand einer Abfüllanlage für Flüssiggas im Industriegelände hat am Donnerstagmorgen einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Massive Rauchentwicklung und einzelne Explosionen erschwerten die Löscharbeiten, die nur aus der Entfernung oder Deckung heraus möglich waren, wie ein Sprecher der Feuerwehr Dresden mitteilte.

Mit Hilfe unter anderem von Wasserwerfern konnte das Ausbreiten der Flammen auf weitere Gebäude und Fahrzeuge verhindert werden, nach zwei Stunden war die Lage unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand, die Beschäftigten der Firma, in der Gasflaschen abgefüllt werden, gelangten rechtzeitig in Sicherheit.

Die Kriminalpolizei ermittelt zunächst wegen fahrlässiger Brandstiftung. Nach Angaben eines Polizeisprechers war aus noch unbekannten Gründen Gas in der Anlage ausgetreten und hatte sich entzündet. Es gab mehrere Explosionen. Bis zum Nachmittag liefen noch umfangreiche Restlöscharbeiten in dem etwa 30 mal 20 Meter großen Areal. Mit Wärmebildkameras wurde nach verborgenen Glutnestern gesucht, starker und sich drehender Wind entfachte immer wieder kleine Brandherde.

Der Notruf ging nach Angaben des Feuerwehrsprechers um 7.39 Uhr ein. Da habe bereits eine schwarze Rauchsäule über der Stadt gestanden. Die Bevölkerung von Klotzsche und der Albertstadt war aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Belüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die Warnung wurde später wieder aufgehoben.

In den Nachmittagsstunden war der Brand vollständig gelöscht.

Audio:

Feuerwehrsprecher Michael Klahre

Die Mitarbeiter der betroffenen Firma konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, so dass es bisher keine Verletzten gibt. Durch die starke Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung im Bereich Albertstadt und Klotzsche über Lautsprecherwagen, Radio, die Warnapp NINA sowie die Sozialen Netzwerke gebeten Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Belüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Eine Gefahr besteht besteht mittlerweile nicht mehr. Zwischenzeitlich mussten die Linien 7 und 13 der Dresdner Verkehrsbetriebe umgeleitet werden.

Im Einsatz waren 70 Einsatzkräfte aller Wachen der Berufsfeuerwehr, der A-Dienst, der B-Dienst, der U-Dienst sowie die Stadtteilfeuerwehren Klotzsche und Langebrück. Um den Grundschutz innerhalb Dresdens weiterhin sicherzustellen und die aktuelle Sturmwetterlage zu bewältigen, wurden weitere Stadtteilfeuerwehren in Alarmbereitschaft versetzt.

Gegen 09:40 Uhr konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Es werden noch Restlöscharbeiten durchgeführt. Dazu muss zum Teil das Dach geöffnet werden. Mit Wärmebildkameras wird nach verborgenen Glutnestern gesucht. Durch den starken und sich ständig drehenden Wind werden kleine Brandherde immer wieder entfacht. Der Einsatz wird noch geraume Zeit andauern und es wird nach Abschluss aller Maßnahmen eine Nachkontrolle stattfinden, so die Feuerwehr