Granaten und Minen bei Cunnersdorf gesprengt
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat am Montagvormittag zwischen Königstein und Cunnersdorf Granaten und Minen aus dem zweiten Weltkrieg gesprengt. Auf der Räumstelle neben der S 169 sind vier Granaten und zwei Tellerminen kontrolliert gesprengt worden, teilte die Polizei mit. Ein Abtransport wäre zu gefährlich gewesen. Nach Hinweisen von Bürgern ist das Gebiet am Cunnersdorfer Bach gezielt nach Munitionsresten aus dem zweiten Weltkrieg abgesucht worden, teilte die Polizei mit.
Die vollständige Mitteilung aus dem Polizeiverwaltungsamt:
Auf der Räumstelle neben der Staatsstraße 169 zwischen Königstein und Cunnersdorf (Gohrisch) wurden heute durch den Kampfmittel-beseitigungsdienst nichttransportfähige Kampfmittel ge-sprengt.
Mit dieser Sprengung wurden:
zwei Feldhaubitzgranaten, Kaliber 10,5cm
eine Panzersprenggranate, Kaliber 8,8cm
eine Panzergranate Kaliber, 7,5cm
zwei Tellerminen 35
vernichtet.
Einen Termin für den Abschluss der Such- und Räum-maßnahmen gibt es derzeitig noch nicht. Zur weiteren Klärung der Gesamtsituation ist die Absuche weiterer Flächen im Umfeld der aktuellen Räumstelle erforderlich.
Die bisherigen transportfähigen Funde auf dieser Räumstelle reichen von Handgranaten, Gewehrgranaten, Panzerfäusten, Minen, Granaten, Zündern bis hin zu diversen Waffenteilen. Diese wurden zur fach- und umweltgerechten Vernichtung in die Kampfmittelzerlegeeinrichtung nach Zeithain gebracht.
Ausgangspunkt der Kampfmittelsuche in diesem Bereich waren Bürgerhinweise. Nach anfänglichen Einzelfunden kristallisierte sich im Jahr 2017 zunehmend eine Fundstelle mit einer größeren Kampfmittelbelastung beiderseits der S 169 sowie am dortigen Cunnersdorfer Bach heraus.
Die heutige Sprengung zeigt, dass auch nach über 70 Jahren von Kampfmitteln Gefahren ausgehen. Deshalb gilt: Schon beim Verdacht auf ein Kampfmittel sofort die nächste Polizeidienststelle informieren!