• Foto: Görlitzer Sammlungen

    Foto: Görlitzer Sammlungen

  • Ehrenfried Walther von Tschirnhaus. Görlitzer Sammlungen

    Ehrenfried Walther von Tschirnhaus. Görlitzer Sammlungen

Görlitzer Schatz wird vor dem Zerbröseln gerettet

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Ein Görlitzer Schatz wird gesichert. Fast 1.000 handschriftlich beschriebene Manuskriptseiten des Porzellan-Miterfinders Ehrenfried Walther von Tschirnhaus wird restauriert. Die Arbeiten übernimmt eine Fachwerkstatt in Leipzig. Die Aufzeichnungen sind rund 300 Jahre alt. Durch die damals verwendete säurehaltige Tinte wurde das Papier beschädigt.

Für die Restaurierung haben die Görlitzer Sammlungen 6.000 Euro bekommen. Das Geld wurde von der  Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes (KEK), das Kulturstaatsministerium und die Kulturstiftung der Länder bereitgestellt.

Der Nachlass es aus der Nähe von Görlitz stammenden Universalgelehrten stellt einen Teil der Wissenschaftsgeschichte dar. Von Tschirnhaus forschte auf den Gebieten der Mathematik, Physik und Philosophie. Berühmt wurde Tschirnhaus für den Bau präziser Brenngläser und -spiegel. 

Tschirnhaus wurde 1651 unweit von Görlitz  geboren.   Seit 1701 arbeitete er mit Porzellanerfinder Johann Friedrich Böttger in Dresden an der Weiterentwicklung der Glasfertigung sowie an keramischen Produkten, wie dem braunen «Böttger-Steinzeug». Kurz vor dem großen Durchbruch für das europäische Porzellan in Meißen verstarb Tschirnhaus 1708.

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Reporter Knut-Michael Kunoth