Polizeieinsatz in Görlitz: Würgeschlangen ausgesetzt

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Polizisten haben acht Würgeschlangen in der Görlitzer Altstadt eingesammelt und aufs Revier gebracht.  Die Kaiserboas hatte ein 45-jähriger Mann im Treppenhaus offenbar ausgesetzt. Inzwischen befinden sich die knapp ein Meter langen Schlangen  im Senckenberg Naturkundemuseum Görlitz.  Sie seien noch ungefährlich, da noch zu jung, sagte uns Museumssprecher Düker. 

Vorausgegangen war ein Polizeieinsatz auf der Kränzelstraße. Der Schlangenbesitzer hatte Rabatz gemacht. Er war auf die Straße gelaufen, hatte  herumgeschrien und Steine geworfen, so die Polizei. Daraufhin wurde der Betrunkene in Gewahrsam genommen. Nach der Freilassung soll er dann seine Kaiserboas freigelassen haben. Gegen ihn wurde ein Bußeldverfahren eingeleitet. Außerdem soll er den Polizeieinsatz bezahlen.

Die Schlangen bleiben in den nächsten Wochen im Vivarium des Görlitzer Senckenbergmuseums. In dieser Zeit soll entschieden werden, ob sie der Besitzer wieder zurückbekommt oder sie auf andere Einrichtungen verteilt werden.

Die Heimat der Kaiserboas ist Südamerika. Die Schlangen können bis zu zweieinhalb  Meter groß und bis zu 20 Jahre alt werden.