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Globalfoundries kündigt Kurzarbeit und Stellenabbau an

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Noch vor 15 Monaten hat der Chiphersteller  Globalfoundries Investitionen von über einer Milliarde Euro in den Ausbau des Standortes im Dresdner Norden verkündet, jetzt gibt es wieder eine Hiobsbotschaft:

In einer Mitteilung der Geschäftsführung ist von Kurzarbeit und Stellenstreichungen die Rede. Die Fabrik müsse eine vorübergehende Unterauslastung bewältigen – so der Tenor.

Entlassungen solle es dem Vernehmen nach nicht geben, vielmehr solle ein Teil der 3.500 Mitarbeiter aufgefordert werden, Dresdens größte Fabrik freiwillig zu verlassen.

Wie viele Mitarbeiter von den geplanten Sparmaßnahmen betroffen sein werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Globalfoundries stellt aktuell seine Produktion auf eine neue Technologie um. Es mangelt aber offenbar noch an Kunden.

Wirtschaftsminister Martin Dulig teilte am Dienstag dazu schriftlich mit: „Globalfoundries möchte nach eigenen Aussagen seine Mitarbeiter in die Kurzarbeit schicken, um den Verlust von wichtigen Aufträgen auszugleichen. Das Mittel der Kurzarbeit wurde zum Überbrücken von schwierigen Auftragslagen geschaffen. Wir haben die Hoffnung, dass die Investitionen der vergangenen Monate in die neue Technologie bald ihre Wirkung entfalten werden und die Auftragslage des Unternehmens, wie von Globalfoundries selbst erwartet, sich dann schnell wieder entspannen wird. Durch die Kurzarbeit sind die Mitarbeiter erst einmal abgesichert, ihr Knowhow bleibt dem Unternehmen und dem Standort erhalten. Wir werden dazu mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat das Gespräch suchen."