Gil Ofarim pleite? Er hat seine Strafe noch nicht bezahlt
Gil Ofarim hat seine Geldstrafe noch immer nicht bezahlt. Im November 2023 hatte das Landgericht Leipzig den Sänger zu einer Geld-Auflage von 10.000 Euro verurteilt - jeweils zur Hälfte zu zahlen an das Haus der Wannsee-Konferenz und an die jüdische Gemeinde Leipzig - und zwar bis nächste Woche. Ofarim hatte zugegeben, einem Leipziger Hotel-Manager zu Unrecht Antisemitismus vorgeworfen zu haben. Jetzt meldet die „Bild“, dass Ofarim beim Gericht eine Verlängerung der Frist bis zum 28. August beantragt habe. Eine mögliche Raten-Zahlung habe er nicht beantragt.
Der 41-jährige Musiker hatte sich einen antisemitischen Vorfall nur ausgedacht. Der Prozess gegen ihn wurde nach einer Entschuldigung des Musikers mit Verhängen einer Geldstrafe eingestellt. Er habe eine Verlängerung beantragt und auch erhalten, sagte ein Sprecher des Landgerichts Leipzig am Mittwoch auf Anfrage. Mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft sei die Frist nun bis zum 28. August verlängert worden. Offensichtlich habe Ofarim die Auflage zur Zahlung von 10 000 Euro innerhalb der zunächst eingeräumten Frist von sechs Monaten nicht zahlen können, erläuterte der Gerichtssprecher.
Ofarim hatte im Oktober 2021 in einem Video Antisemitismus-Vorwürfe gegen ein Leipziger Hotel erhoben. Der Musiker hatte darin geschildert, dass der Hotelmanager ihn aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen, damit er einchecken könne. Das Video verbreitete sich stark in den sozialen Netzwerken. Der Musiker erstattete später Anzeige, aber auch der Hotelmanager wehrte sich und zeigte seinerseits den Musiker wegen Verleumdung an.
Vor Gericht legte Ofarim dann schließlich ein Geständnis ab und entschuldigte sich. Das Verfahren wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung war Ende November vergangenen Jahres vor dem Landgericht Leipzig eingestellt worden. Der 41-Jährige muss als Auflage jedoch einen Geldbetrag in Höhe von 10 000 Euro zahlen - je zur Hälfte an die israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig und die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin. (mit dpa)