„Ghost Stories“ von Siri Hustvedt
Paul Auster liegt im Sterben. Zu seiner Frau sagt er, er wolle ein Geist werden. Und das wird er auch – zumindest für seine Frau Siri Hustvedt. Sie spürt immer seine Präsenz, schmerzlich und tröstlich zugleich. Sie trägt seine Jacke, sie meint, seine Zigarillos im Haus zu riechen, sie liest seine Bücher von Neuem. Und seit langer Zeit liest sie ihre eigenen Liebesbriefe – das war der Beginn einer gemeinsamen Zeit, die 43 Jahre gedauert hat.
Es ist ein Trauer-, Gedächtnis- und Liebesbuch, in dem auch Paul durch Briefe zu Wort kommt, die er für den Monate vor seinem Tod geborenen Enkel Miles hinterlassen hat.
In Buch der Erinnerung werden Fragen aufgeworfen, die alle Menschen angehen. Und als Leser wird man zu Tränen gerührt, muss aber auch immer mal wieder lächeln.
