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Großbrand in Dresdner Industriegelände

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Nach dem Großbrand auf dem Industriegelände an der Königsbrücker Straße in Dresden hat die Feuerwehr die Flammen am Samstagabend unter Kontrolle gebracht. Den gesamten Tag über haben Angehörige der Berufsfeuerwehr und zahlreicher Stadtteilfeuerwehren die Brandbekämpfung fortgeführt.

Auch am Abend waren noch immer nicht alle Brandherde freigelegt. Mit Schaumrohren wurde ein Schaumteppich über die gesamte Brandstelle gelegt, um den Primärbrand zu ersticken. In enger Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk und dem Eigentümer des Gebäudes wurden am Abend Teile des Gebäudes eingerissen, um die Einsturzgefahr in ausgewählten Bereichen zu bannen.

Diese Bereiche können dann von den Einsatzkräften betreten werden, damit sie die noch unentdeckten Brandherde freilegen und löschen können. Diese Maßnahmen werden eine Zunahme der Rauchentwicklung zur Folge haben, weshalb die Warnung der Bevölkerung nach wie vor aufrechterhalten wird. Folglich ist auch in den Nachstunden mit Brandgeruch im Umkreis von mehreren Kilometern zu rechnen. Die Feuerwehr bittet die Bevölkerung diesbezüglich von Anrufen über den Notruf 112 abzusehen.

Das Feuer war am Freitagabend an der Straße "An der Eisenbahn" aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. In der Fabrikhalle war unter anderem auch der Techno-Club "Sektor Evolution". Die Schadenhöhe war zunächst nicht bekannt. Verletzte gab es nicht. 

Feuerwehrsprecher Michael Klahre

Als die Feuerwehr am Freitagabend eintraf, war zunächst nur Rauch im Dachbereich der Halle zu sehen. In der Halle wird Recyclingmüll gelagert, außerdem befinden Probenräume für Musiker und kleine Werkstätten in dem Gebäude.

Nach kurzer Zeit entwickelte die Rauchentwicklung zu einem großen Brand. Das Feuer erfasste große Teile der Halle. Das Dach stürzte großflächig ein. Immer wieder kam es zu Explosionen in der Halle.

Die über 100 Feuerwehrleute konnten den Brand nur im Außenangriff bekämpfen. Da nicht genügend Hydranten zur Verfügung stand, musste das Löschwasser über lange Wegstrecken und mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr herangeschafft werden.

Im Einsatz sind die Berufsfeuerwehr (Wachen Albertstadt, Altstadt; Striesen und Übigau) und die Stadtteilfeuerwehren Klotzsche, Weißig und Langebrück. Personen kamen nicht zu Schaden. Die nahe Bahnstrecke und die Köngisbrücker Straße waren gesperrt. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.