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Gewaltkriminalität in Dresden: Jetzt greifen Polizei und Justiz durch

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Polizei und Staatsanwaltschaft in Dresden verstärken ihren Kampf gegen die Gewaltkriminalität auf offener Straße. Weil die Mehrfach- und Intensivtäter inzwischen nicht mehr nur am Wiener Platz auftauchen, wird das Einsatzgebiet von Präsenzkräften auf die gesamte City erweitert. 

Dazu wurde eine neue Präsenzgruppe Innenstadt gegründet, kurz PGI. Sie geht aus der bisherigen Präsenz- und Ermittlungsgruppe hervor, die bislang für den Wiener Platz und die Prager Straße zuständig war. Einsatzschwerpunkte sind der Postplatz, der Albertplatz mit der Alaunstraße, der Külz-Ring und der Amalie-Dittrich-Platz. 

Das neue Präsenz-Team besteht aus sechs Beamten und wird durch die Einsatzzüge der Polizeidirektion unterstützt. Hinzu kommt ein neues Kommissariat mit dem Namen K27. Dort bündeln 12 Mitarbeiter die Strafverfahren der Intensivtäter und übergeben sie der Staatsanwaltschaft. 

Polizeipräsident Lutz Rodig

Verfahren erhalten mehr Priorität

„Die täterorientierte Bearbeitung soll dazu beitragen, Verfahren und Erkenntnisse zu einer Person im Zusammenhang zu betrachten und kriminelle Karrieren schnell zu beenden oder zumindest zu unterbreche“ erklärt Polizeipräsident Lutz Rodig die neue Struktur. „Von insgesamt 700 Intensivtätern im Direktionsbereich stehen 43 besonders im Fokus, gut die Hälfte von ihnen sitzt bereits hinter Gittern“, so Rodig weiter. „Der Großteil der Tatverdächtigen sind Deutsche, meist zwischen 20 und 30 Jahren.“ 

Mit der neuen Struktur sollen Präsenz und Ermittlungen ineinandergreifen. Dazu gibt es regelmäßige Konferenzen mit der Staatsanwaltschaft, auf denen das Vorgehen abgestimmt wird. „Wenn relevante Erkenntnisse zusammengeführt werden, können Zusammenhänge besser bewertet und die jeweils geboten Schritte gezielter geprüft werden“ ergänzt, Dr. Kai Dömland, amtierender Leiter der Staatsanwaltschaft Dresden.

Kai Dömland von der Staatsanwaltschaft