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Getöteter Dresdner Polizist in Lauchhammer: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft

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Im Prozess um den tödlichen Angriff auf einen Polizisten in Lauchhammer hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Cottbus eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert. Nach ihrer Einschätzung soll der Mann im Januar 2025 bei einer Verfolgungsfahrt einen 32 Jahre alten Polizisten mit seinem Auto erfasst und tödlich verletzt haben. Der Beamte war gerade dabei, aus einem Fahrzeug auszusteigen. 

Die Anklage geht davon aus, dass der Beschuldigte handelte, um seine Beteiligung an mehreren Autodiebstählen zu verdecken. Deshalb steht neben dem Vorwurf eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge auch der Vorwurf des Mordes im Raum. 

Die Verteidigung sieht das anders. Sie plädiert auf eine Gesamtfreiheitsstrafe von höchstens acht Jahren und sechs Monaten. Für die Tat in Lauchhammer selbst hält sie eine Einzelstrafe von sechs Jahren für angemessen und verweist auf bereits verhängte Strafen im Zusammenhang mit den Autodiebstählen.

Der Fall hatte bundesweit für Bestürzung gesorgt. Mit einem Urteil wird voraussichtlich am kommenden Mittwoch gerechnet.