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Geständnis im FKD-Prozess

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In einem Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder oder Unterstützer der rechtsextremen „Freien Kameradschaft Dresden“ (FKD) hat ein Angeklagter im Zuge einer Absprache ein Geständnis abgelegt. Der 31-Jährige gab am Dienstag im Dresdner Landgericht zu, Mitglied der FKD und an einigen Aktionen der Gruppe beteiligt gewesen zu sein. Gewalt habe er abgelehnt, erklärte er.Nach seinen Angaben war der Ex-NPD-Landtagsabgeordnete René Despang im Juli 2015 maßgeblich an der Gründung der Gruppe beteiligt und einer ihrer Wortführer - neben dem Hauptangeklagten in einem weiteren „FKD“-Prozess gegen sechs Männer. Gegen Despang wird seit längerem ermittelt. Vor der Staatsschutzkammer müssen sich seit November 2018 insgesamt vier Männer verantworten. Je zweien wird Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie Unterstützung der FKD vorgeworfen. Zudem sind sie wegen gefährlicher Körperverletzung, Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und schweren Landfriedensbruchs angeklagt. Sie sollen bei rechten Krawallen vor Flüchtlingsheimen im August 2015 in Heidenau Polizisten attackiert sowie am Überfall auf ein linksalternatives Wohnprojekt in Dresden und an rechter Randale in Leipzig-Connewitz Anfang 2016 beteiligt gewesen sein. Dazu kommen Angriffe auf Asylbewerber und Andersdenkende zusammen mit der „Gruppe Freital“.Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.