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Geständnis im Fall „Khaled“

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Mehrere Monate nach der tödli­chen Attacke auf den jungen Eritreer Khaled in Leubnitz-Neuostra in Dresden hat der Angeklagte zum Prozess­auf­takt ein Geständnis abgelegt. Der 27-Jährige berief sich dabei im Landge­richt auf Notwehr. Khaled habe ihn angegriffen und er sich aus dem Schwitz­kasten befreien wollen, hieß es in der von seiner Vertei­di­gerin verle­senen Erklä­rung. Die Vertei­di­gung betonte, dass Angaben aus der ersten Verneh­mung nicht verwertet werden dürften - wegen eines nicht ausrei­chend quali­fi­zierten Dolmet­schers. "Der Angeklagte ist zutiefst bestürzt und bedauert den Tod von Khaled, für den er bis heute keine Erklä­rung hat." Der 27-Jährige ist wegen Totschlags angeklagt.Den Ermitt­lungen zufolge hatte es Streit um die Haushalts­füh­rung zwischen den beiden Asylbe­wer­bern gegeben. Der Fall "Khaled" hatte weltweit für Schlag­zeilen gesorgt, weil zunächst ein rassis­ti­sches Motiv vermutet wurde. Erst zehn Tage nach der Tat konnte der Angeklagte mit Hilfe von DNA-Spuren identi­fi­ziert werden.