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Germanwings-Flugzeug in Südfrankreich abgestürzt

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Ein Airbus A320 ist in Südfrank­reich abgestürzt. Es handelt sich um eine "Germanwings"-Maschine, teilte die Deutsche Flugsi­che­rung mit. Die Maschine sei auf dem Weg von Barce­lona nach Düssel­dorf gewesen. 144 Passa­giere waren an Bord, sowie sechs Besat­zungs­mit­glieder. Das teilte Germanwings mit. Auf einer Presse­kon­fe­renz hieß es am Nachmittag, es werden 67 Deutsche unter den Passa­gieren vermutet. Die Absturz­ur­sache ist noch unklar.Hollande: keine Überle­bendenBeim Absturz des Airbus hat es nach Regie­rungs­an­gaben vermut­lich keine Überle­benden gegeben. Das sagte Präsi­dent François Hollande in Paris. Bundes­kanz­lerin Angela Merkel hat sich tief erschüt­tert geäußert. Merkel habe alle Termine abgesagt und halte sich über die Entwick­lung auf dem Laufenden, teilte die Bundes­re­gie­rung mit. Merkel habe bereits mit Frank­reichs Staats­prä­si­dent François Hollande und Spaniens Minis­ter­prä­si­denten Mariano Rajoy telefo­niert. Merkel wird am Mittwoch in Frank­reich erwartet.Schüler­gruppe aus Haltern in NRW an BordDie Stadt Haltern teilte mit, dass vermut­lich 16 Schüler und zwei Lehrer aus dem westfä­li­schen Ort an Bord waren. "Wir müssen davon ausgehen", sagte ein Stadt­spre­cher nach einem Gespräch mit der Polizei. Die Schüler seien zu einem Austausch in der Nähe von Barce­lona gewesen. Hotline für Angehö­rige: 030 - 5000 3000Das Auswär­tige Amt hat einen Krisen­stab einge­richtet. Angehö­rige könnten sich unter der Krisen­hot­line 030 - 5000 3000 infor­mieren, teilte ein Sprecher am in Berlin mit. Das Außen­mi­nis­te­rium stehe in engstem Kontakt mit den franzö­si­schen Behörden. Auch Germanwings hat eine kosten­freie Telefon­nummer für Angehö­rige einge­richtet: Tel. 0800 11 33 55 77 Absturzort in Südfrank­reichAbsturzort sei in der Nähe Barce­lon­nette im Dépar­te­ment Alpes-de-Haute-Provence, berich­tete AFP. Es seien Trümmer­teile gefunden worden. Die Gegend befindet sich rund 100 Kilometer nordwest­lich von Nizza. Die franzö­si­sche Zeitung „Le Figaro“ berich­tete, die Maschine sei gegen 11.20 Uhr vom Radar verschwunden. Sie wurde im 11.55 Uhr in Düssel­dorf erwartet. Germanwings infor­miert - 67 Deutsche an BordDie Maschine vom Typ A320 hat in Basis­aus­stat­tung 180 Sitze. Germanwings ist eine Tochter­ge­sell­schaft der Deutschen Lufthansa AG. In der abgestürzten Maschine waren ersten Angaben zufolge 67 deutsche Staats­bürger. Das sagte Germanwings-Chef Thomas Winkel­mann. Unter den Passa­gieren an Bord des abgestürzten Germanwings-Flugzeugs seien auch zwei Babys gewesen. Der Kapitän des abgestürzten Flugzeugs habe seit mehr als 10 Jahren für Germanwings und Lufthansa gearbeitet. Germanwings hat seine Internet-Auftritte mit einem schwarzen Trauer­logo versehen. In den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Insta­gram wurde das vorher gelb-lilafar­bene Logo am Mittag geschwärzt. Bei Facebook reagierten Hunderte Nutzer mit Beileids­be­kun­dungen. Auch die Mutter­ge­sell­schaft Lufthansa stellte schwarze Logos ein.Deutsche Experten betei­ligen sich an Unfall­un­ter­su­chungNach dem Absturz wollen sich auch deutsche Experten an der Klärung der Ursache betei­ligen. Wie das Bundes­ver­kehrs­mi­nis­te­rium mitteilte, sind Fachleute der Bundes­stelle für Flugun­fall­un­ter­su­chung bereits auf dem Weg zur Unglücks­stelle. Auch Bundes­ver­kehrs­mi­nister Alexander Dobrindt (CSU) plant, sich an Ort und Stelle ein Bild von der Lage zu machen. Er steht mit seinem franzö­si­schen Amtskol­legen in engem Kontakt, wie ein Minis­te­ri­ums­spre­cher in Berlin sagte.Wetter war ruhigDer Absturz soll franzö­si­schen Medien zufolge nicht von schlechtem Wetter ausge­löst worden sein. Das Wetter sei ruhig gewesen, berich­tete die Zeitung "Le Monde" unter Berufung auf die Wetter­dienste "La Chaîne Météo" und "Météo France". "Die Bedin­gungen waren sogar optimal mit trockenem Wetter und komplett freiem Himmel am ganzen Vormittag", hieß es. Der Wind sei schwach gewesen und es habe keine gefähr­li­chen Wolken gegeben.Mehr bei uns im laufenden Programm.