• Das sogenannte "Assi-Eck" in der Dresdner Neustadt gilt als Feier-Hotspot.

Gericht: Dresden muss Maßnahmen fürs "Assi-Eck" treffen

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Die Stadt Dresden muss erneut über ein Schutzkonzept und Maßnahmen zum Lärmschutz am sogenannten "Assi-Eck" in der Dresdner Neustadt entscheiden. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen bestimmt.

Zuvor hatte bereits das Verwaltungsgericht Dresden angeordnet, dass die Stadt polizeiliche Maßnahmen ergreifen muss, wenn der Lärmpegel von 62 dB – also etwa Staubsaugerstärke - während der Nachtruhe regelmäßig überschritten wird. Dagegen hatte die Stadtverwaltung erfolgreich Einspruch eingelegt. Geklagt hatte ein Anwohner, der im Kreuzungsbereich Louisenstraße/Rothenburger Straße wohnt. Vorschläge, um den Lärm zu reduzieren, wie ein Alkoholverkaufs- und Konsumverbot, wurden von dem Stadtrat Ende Juni abgelehnt

Laut dem OVG muss nun aber geprüft werden, ob die aktuelle Polizeiverordnung nicht um Lärmschutzbedingungen erweitert werden kann. Beispielsweise könnte das Ordnungsamt oder die Polizei durchgreifen, falls es zu laut an der Ecke wird und die Feiernden dazu verpflichten, den Platz zu verlassen. Ein Zeitrahmen für eine Entscheidung zu neuen Maßnahmen wurde von dem OVG nicht gesetzt, es bleibt also vorerst weiter laut.