Geplantes Maßnahmenpaket gegen Lehrermangel
Der Sächsische Lehrerverband hat von dem geplanten Maßnahmenpaket der Regierung gegen den Lehrermangel im Freistaat einen deutlichen Kurswechsel gefordert. „Der Lehrerberuf in Sachsen muss generell und nachhaltig aufgewertet werden. Das schließt alle Schularten und alle Altersgruppen ein“, erklärte der Landesvorsitzende Jens Weichelt am Freitag. Angesichts des gravierenden Standortnachteils der Nichtverbeamtung könne nur ein „großer Wurf“ das Problem des Lehrermangels lösen. Nach dem Scheitern der Spitzengespräche zwischen Kultus-, und Finanzministerium sowie Gewerkschaften Ende September hatte die Regierung ein eigenes Maßnahmenpaket angekündigt, um den Lehrerberuf in Sachsen attraktiver zu gestalten. Über die Ausgestaltung will sich das Kabinett am Sonntagabend in einer Sondersitzung beraten. Ergebnisse sollen am Montag verkündet werden, erklärte eine Sprecherin des Kultusministeriums. Die Lehrer fordern unter anderem eine bessere Eingruppierung sowie die Gewährung von Zulagen. Die Gewerkschaften, die nach dem Scheitern der Gespräche von einer „Mogelpackung“ warnten, schlossen Arbeitskampfmaßnahmen nicht aus. (dpa)