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Geplanter Radweg für die Albertstraße vor dem Aus ?

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Der geplante Radweg für die Albertstraße kommt wohl wieder auf den Prüfstand. CDU-, FDP- und Bürgerfraktion haben einen Antrag eingereicht. Die Alberstraße soll vierspurig bleiben. Die frühere rot-grün-rote Stadtratsmehrheit hatte Anfang 2018 den Plänen des Baubürgermeisters zugestimmt, stadtauswärts zwischen Carolaplatz und Albertplatz eine Fahrbahn zu streichen und dafür einen Radweg zu bauen. Die Arbeiten sollten eigentlich im Frühling 2019 beginnen. Nun muss sich erst wieder der Stadtrat mit dem Thema befassen. Der ADFC reagiert verwundert und teilte in folgender Pressemitteilung mit: Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V., sagt: "Wir sind verwundert, dass ausgerechnet ein nicht faktenbasierter Symbolbeschluss gegen sicheren Radverkehr eine der allerersten Taten der neuen Stadtratsmehrheit ist. Es ist eine seltsame Interpretation von Liberalismus, den Bürgern sichere Möglichkeiten der Fortbewegung mit dem Rad zu nehmen und ihre freie Verkehrsmittelwahl einzuschränken. Denn ohne bedarfsgerechte Radwege werden sich weder die Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern auf der Hauptstraße lösen lassen, noch werden die Unfälle am Albertplatz zurückgehen.
Durch das geplante Vorhaben gäbe es keine Verlierer, nur Gewinner. Denn die Stadtverwaltung hat die Leistungsfähigkeit für den Kfz-Verkehr berechnet und positiv geprüft. Deswegen wurde entschieden, gleich richtig zu bauen und nicht zuerst den seit 2011 angekündigten Verkehrsversuch durchzuführen. Wir sind schockiert, dass hier ein baureifer Plan zur Herstellung längst überfälliger bedarfsgerechter Verkehrsanlagen in allerletzter Sekunde torpediert wird."