Geplante Abschiebungen möglicherweise wegen Datenlecks im Rathaus gescheitert
Im Dresdner Rathaus gibt es offenbar ein Datenleck. Wahrscheinlich konnten dadurch abgelehnte Asylbewerber nicht abgeschoben werden. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, ermittelt die Polizei wegen Geheimnisverrats.
Konkret geht es um gescheiterte Abschiebungen 2017. Von rund 500 Zugriffsversuchen durch die Polizei wurden in fast der Hälfte der Fälle die Betroffenen nicht angetroffen. Offenbar hatten sie einen Tipp bekommen. Polizeisprecher Marko Laske bestätigte der Sächsischen Zeitung, dass eine Anzeige wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses eingegangen ist und ermittelt wird. Auch die Stadtverwaltung kennt die Vorwürfe, hat aber derzeit keine gesicherten Informationen, wird Rathaussprecher Kai Schulz zitiert. "Gleichwohl nimmt die Stadt etwaige Hinweise auf Unregelmäßigkeiten im Umgang mit sensiblen Daten sehr ernst. Der städtische Datenschutzbeauftragte wurde entsprechend beteiligt."