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Gemkow sieht mit Sorge eine zunehmende Gewalt von Zuwanderern

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 Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow hat mit Sorge auf eine Studie zum Anstieg von durch Zuwanderern verübten Gewaltstraftaten reagiert. Er nehme die Studie sehr ernst, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. «Der Freistaat Sachsen bildet bei dieser Entwicklung leider keine Ausnahme. So sei die Zahl aufgeklärter Fälle bei Körperverletzungsdelikten, die von Zuwanderern begangen wurden, seit 2015 deutlich angestiegen.

«Auch in Sachsen stellen vor allem die Mehrfachintensivtäter unter den Zuwanderern ein großes Problem dar.» Durch sie seien 2016 in Sachsen knapp 40 Prozent aller von Zuwanderern begangenen Straftaten verübt worden. «Hier gilt es schnell und konsequent zu handeln.

Deshalb gibt es für solche Fälle bereits seit einigen Monaten bei den sächsischen Staatsanwaltschaften besondere Ansprechpartner für die Polizei», sagte Gemkow. Dadurch werde «eine stringente und fokussierte Bearbeitung dieser Ermittlungsverfahren gefördert, um schnelle Verurteilungen zu erreichen».

Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums hatten die Kriminalwissenschaftler Christian Pfeiffer, Dirk Baier und Sören Kliem den laut Polizeilicher Kriminalstatistik festgestellten Anstieg von Gewaltstraftaten untersucht und dabei einen Zusammenhang mit dem Flüchtlingszuzug festgestellt.(DPA)